IEEE 802.11p

Die Arbeitsgruppe 802.11p ist aus den Aktivitäten von 802.11a entstanden und nutzt die hohe Datenrate von 54 Mbit/s im 5-GHz-Band für die Fahrzeugkommunikation. Auch bekannt als Dedicated Short Range Communication (DSRC). Bei dem 802.11p-Konzept geht es um die drahtlose Datenübertragung von Informationen für die Verkehrssicherheit. Ein alternatives Konzept basiert auf Cellular V2X (C-V2X).

Mit der 802.11p-Technik wird über Ad-hoc-Netze eine zuverlässige Verbindung zwischen zwei Kommunikationspartnern etabliert. Eine solche Verbindung erfolgt direkt ohne die Infrastruktur über die Basisstationen oder Access Points zu nutzen. Die 802.11p-Technik überträgt im Frequenzbereich zwischen 5,850 GHz und 5,925 GHz (USA). Es stehen sieben 10-MHz-Kanäle für Sicherheits-, Service- und Steuerfunktionen zur Verfügung. Der 802.11p-Standard, Wireless Access for Vehicular Environment (WAVE), umfasst die Funkübertragung auf der physikalischen Schicht und Teile der Sicherungsschicht (MAC). Die Funktionen der höheren Schichten werden von der IEEE-Arbeitsgruppe 1609 bearbeitet.

Schichtenmodell von WAVE mit P1609

Schichtenmodell von WAVE mit P1609

Wireless Access for Vehicular Environment (WAVE) definiert die Car-to-Car-Kommunikation (C2C) und die Car-to-Infrastructure-Kommunikation (C2I) zwischen Fahrzeug und Funkbaken, wie Intelligent Roadside Stations (IRS). Die Fahrzeugkommunikation schließt Personenfahrzeuge (Pkw), aber auch Lkws, Schienenfahrzeuge und Schiffe mit ein.

Die Randbedingungen für diesen Standard sehen eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 200 km/h, einen Entfernungsbereich von 1 km und eine Datentransferrate zwischen 4 ms und 50 ms und eine äußerst geringe Latenzzeit von 4 ms vor.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 802.11p
Englisch: IEEE 802.11p
Veröffentlicht: 27.02.2020
Wörter: 226
Tags: Autom.-Konzepte 802.11
Links: AP (access point), Ad-hoc-Netz, Aktivität, Arbeitsgruppe, Basisstation