ICT (information and communications technology)

Die Bezeichnung Informations- und Kommunikationstechnik wird einerseits als generische Bezeichnung für eine klassische IT-Technik benutzt, andererseits für einen Dienst und die damit in Zusammenhang stehende Gebäude- und Heimverkabelung.


Die Kombination der Informations- und Kommunikationstechnik

Als Gattungsbegriff kennzeichnet die Informations- und Kommunikationstechnik die Entwicklung beider Techniken, deren Innovationsfreudigkeit seit Jahrzehnten ungebrochen ist. Da beide Technologien immer stärker zusammenwachsen, treten die einzelnen Techniken in den Hintergrund gegenüber der ganzheitlichen Betrachtung. Die Verarbeitung des Inhalts, wie sie die Informationstechnik bietet, und die Übermittlung der Nachrichten, wie sie von der Kommunikationstechnik durchgeführt wird, sind direkt miteinander verbunden, was sich in der Bezeichnung Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) ausdrückt.

Das Zusammenwachsen beider Techniken zeigt sich in der Kommunikation von informationsverarbeitenden Prozessen. Erst der Verbund schafft die idealen Bedingungen für die Kommunikation von Informationen. Ein solcher Verbund kann rechnerbasierend sein, man spricht dann vom Rechnerverbund, er kann last-, leistungs- oder funktionsorientiert sein, wie der Lastverbund, der Leistungsverbund oder der Funktionsverbund.

Die Heimverkabelung als Beispiel für die ICT-Technik

Als Dienst ist die Information and Communications Technology (ICT) mit ihrer Sprach- und Datenkommunikation untrennbar mit der Gebäude- und Heimverkabelung verbunden, das wird in den Standards EN 50173-4 und ISO/IEC 15018 dokumentiert.

Heimverkabelungssysteme für den Dienst Information and Communications Technology (ICT)

Heimverkabelungssysteme für den Dienst Information and Communications Technology (ICT)

Die Verkabelung für die ICT- und auch die BCT-Technik, Broadcast and Communications Technology, besteht im Heimbereich konzeptionell aus zwei Teilsystemen; der primären Wohungsverkabelung, der Primary Home Cabling mit dem primären Wohungsverteiler (PWV), und der sekundären Wohungsverkabelung, der Secondary Home Cabling mit dem sekundären Wohungsverteiler (SWV). Endpunkt der ICT-Verkabelung ist der informationstechnische Anschluss (TA). Die Kommunikation erfolgt über TP-Kabel, Polymerfasern oder Glasfasern mit einer Bandbreite von 100 MHz. Das bedeutet, dass TP-Kabel der Katergorien 5 bis 100 MHz, 6 bis 250 MHz und 7 bis 600 MHz eingesetzt werden können. Dies entspricht den Link-Klassen D, E und F des Verkabelungsstandards ISO/IEC 11801. Die überbrückbare Entfernung kann 100 m betragen. Die Auslassdosen sind mit RJ45-Buchsen ausgestattet, können aber auch den Tera-Stecker haben.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Informations- und Kommunikationstechnik - IuK
Englisch: information and communications technology - ICT
Veröffentlicht: 12.11.2013
Wörter: 333
Tags: #Informationstechnik
Links: 15018, 50173-4, Anschluss, Bandbreite, BCT (broadcast and communications technologies)