IAPP (inter access point protocol)

Das Inter Access Point Protocol (IAPP) ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll mit dem zwei benachbarte Access Points (AP) eines WLANs untereinander Informationen austauschen. IAPP unterstützt das Roaming von mobilen Rechnern, wenn diese von einer Funkzelle zu einer benachbarten, sich überlappenden Funkzelle wechseln möchten.


Über das IAPP-Protokoll wird der mobile Rechner bereits beim neuen Zugangspunkt angemeldet, während er sich im Funkbereich beider Zugangspunkte befindet. Der alte Zugangspunkt entfernt ihn aus seiner Funkzelle und teilt dies der neuen Funkzelle mit, in die der mobile Rechner unterbrechungsfrei gewechselt ist. Die neue Funkzelle registriert daraufhin den neuen mobilen Teilnehmer.

Gehören beide Funkzellen, die alte und die neue dem gleichen Subnetz an, erfolgt das Handover auf der Sicherungsschicht, gehören sie zu unterschiedlichen Subnetzen erfolgt das Roaming auf der Vermittlungsschicht und zwar mittels Mobile-IP (MIP).

Das IAPP-Protokoll, das in 802.11f beschrieben ist, erweitert die beiden Standards IEEE 802.11a und 802.11g um das Roaming von mobilen Clients über mehrere WLAN-Zellen hinweg. Es verbessert die Interoperabilität von Zugangspunkten verschiedener Hersteller und macht proprietäre Lösungen obsolete.

Informationen zum Artikel
Deutsch: IAPP-Protokoll
Englisch: inter access point protocol - IAPP
Veröffentlicht: 19.05.2015
Wörter: 174
Tags: #802.11
Links: AP (access point), Client, Funkzelle, Handover, IEEE 802