I mode

Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo führte 1999 das I-Mode-Protokoll ein, das vergleichbar ist mit der europäischen WAP-Technologie. I-Mode ist ein standardisiertes Protokoll, das bislang nur in Japan für die mobile Datenübertragung eingesetzt wurde, zwischenzeitlich aber auch in den europäischen Mobilfunksystemen Einzug hält. Mit I-Mode können Inhalte aus dem Internet auf das Mobiltelefon übertragen werden: Entertainment, Information, Shopping, Banking, Brokerage, usw.


I-Mode und WAP arbeiten mit einer Übertragungsrate von lediglich 9,6 kbit/s. I-Mode arbeitet nicht mit dem Wireless Application Protocol (WAP), sondern nutzt mit der Compact Wareless Markup Language (CWML) eine vereinfachte Version von HTML. Die Übertragung erfolgt paketorientiert. Das bedeutet, dass bei Internet-Aktivitäten nur das tatsächlich empfangene Datenvolumen zur Abrechnung herangezogen wird. Die Anwender sind also immer online im Internet, ohne dass entsprechende zeitabhängige Kosten anfallen. Diese transferabhängige Abrechnung kann nur in Europa nur in Verbindung mit General Packet Radio Service (GPRS) oder UMTS durchgeführt werden.

Darüber hinaus lassen sich auf einem I-Mode-Browser auch animierte und farbige Grafiken darstellen. I-Mode-Inhalte werden in Compact HyperText Markup Language (CHTML), auch als iHTML bezeichnet, programmiert. CHTML ist ein abgespecktes HTML 3.0. Das bedeutet, dass der spezielle Content für das Handy nicht extra aufbereitet werden muss. Die Webseiten müssen folglich nicht extra umprogrammiert werden, sondern lassen sich stattdessen direkt auf dem Handy-Display darstellen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: I-Mode
Englisch: I mode
Veröffentlicht: 09.08.2018
Wörter: 223
Tags: #Mobilfunknetze
Links: Apps, Auszeichnungssprache, CHTML (compact hypertext markup language), content, DÜ (Datenübertragung)