Hochohmig

Hochohmigkeit bezieht sich auf die Eingangs- oder Ausgangsimpedanz von elektronischen Komponenten, Schaltungen oder Messgeräten. Es sagt aus, dass die Impedanz der Eingangs- oder Ausgangsschaltung einen bestimmten Ohmwert überschreitet.


In der Regel spricht man von hochohmig, in der Audiotechnik auch als Hi-Z bezeichnet, wenn die Impedanz einen zweistelligen Kilo-Ohm-Wert überschreitet, also über 10 Kilo-Ohm liegt. Die Hochohmigkeit ist nach oben hin unbegrenzt. Werte von 1 Mega-Ohm oder 100 Mega-Ohm oder höher gehören dazu.

Die Hochohmigkeit hat den Vorteil, dass niederohmige Schaltungen nicht durch vor- oder nachgeschaltete hochohmige Schaltungen beeinträchtigt werden. Ist eine Ausgangsschaltung niederohmig und hat sie beispielsweise eine Ausgangsimpedanz von 500 Ohm und ist die nachgeschaltete Schaltung hochohmig mit 100 Kilo-Ohm Eingangsimpedanz, dann wird die Ausgangsimpedanz durch die nachgeschaltete Eingangsimpedanz nicht nennenswert belastet. Das ist besonders wichtig in der Messtechnik. Beispiele für hochohmige Komponenten und Geräte sind Feldeffekttransistoren, das Kondensatormikrofon, die CMOS-Technologie, Abtast- und Halteschaltungen und das Oszilloskop.

Werte unterhalb von 10 Kilo-Ohm, vor allem Werte im ein- und zweistelligen Ohm-Bereich werden als niederohmig bezeichnet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Hochohmig
Englisch: high-impedance
Veröffentlicht: 26.11.2010
Wörter: 168
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: Audio, Ausgangsimpedanz, CMOS (complementary metal oxide semiconductor), Eingangsimpedanz, FET (field effect transistor)