Hintergrundrauschen

Unter Hintergrundrauschen versteht man das Eigenrauschen des Systems, und zwar dann, wenn kein Nutzsignal wiedergegeben wird. Das Hintergrundrauschen ist nicht auf das Rauschen aus dem Weltraum zurückzuführen, sondern wird durch stochastische Prozesse des Stromflusses in aktiven und passiven Bauteilen generiert. Es handelt sich dabei um unkoordinierte temperaturbedingte Elektronenbewegungen in den passiven und aktiven Bauteilen in den Geräten.


In akustischen Einrichtungen, in Verstärkeranlagen, Radios und Telefonnetzen, ist das Hintergrundrauschen hörbar, bei Fernsehübertragungen ist es sichtbar; das Fernsehbild wird durch störende Hell-Dunkel-Punkte (Schnee) beeinträchtigt.

In Telefonsystemen und in Mobilfunknetzen wird in Sprechpausen, in denen kein Geräusch zu hören ist, ein synthetisch erzeugtes Komfortrauschen eingeblendet. Dieses Hintergrundrauschen, das durch einen Comfort Noise Generator (CNG) erzeugt wird, soll vermeiden, dass der Telefonierende durch die absolute Stille in der Übertragungsleitung irritiert wird und er annimmt, dass die Verbindung unterbrochen ist. Die Übertragungstechnik nennt sich Discontinuous Transmission (DTX).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Hintergrundrauschen
Englisch: background noise
Veröffentlicht: 06.04.2017
Wörter: 152
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: CN (comfort noise), DTX (discontinuous transmission), Eigenrauschen, Geräusch, Mobilfunknetz