Hamming-Code

Die Hamming-Codierung ist ein Fehlerreduktionsverfahren, das überall dort eingesetzt wird, wo nicht mit klassischer Fehlerkorrektur gearbeitet und fehlerbehaftete Datensätze vom Empfänger erneut angefordert werden können. In diesen Fällen werden hohe Ansprüche an das Fehlerreduktionsverfahren gestellt.


Beim Hamming-Code ist der Unterschied im Bit-Aufbau von Zeichen zu Zeichen besonders groß, damit bei fehlerhafter Datenübertragung die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Korrektur des Zeichens maximiert wird. Generell hängt die Anzahl der Prüfbits, die zur Redundanz eines Datenpaketes hinzugefügt werden, von der Anzahl der übertragenen Datenbits ab. Beim Hamming-Code wird die Anzahl der Prüfbits so groß gewählt, dass die Fehlerwahrscheinlichkeit äußerst gering wird.

Hamming-Code

Hamming-Code

Benötigt man beispielsweise für die sichere Übertragung von acht Datenbits vier Prüfbits, dann ergibt sich die Hamming-Distanz aus der Differenz von der Gesamtzahl der zu übertragenden Bits (12) zu der Anzahl an Prüfbits (4). Mit einem solchen Hamming-Code (12,8) können fehlerhafte Datenpakete erkannt werden, die bis zu vier fehlerhafte Bits enthalten, und zwei Bitpositionen können korrigiert werden. Zu diesem Zweck wird nur ein Teil der Informationsstellen im Codewort auf gerade Parität ergänzt.

Mit dem Hamming-Code, bei dem Prüfstellen aus unterschiedlichen Paritätsprüfungen gewonnen werden, ist es grundsätzlich möglich, Codes zur Korrektur von mehr als einem Fehler zu konstruieren.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Hamming-Code
Englisch: hamming code
Veröffentlicht: 19.02.2013
Wörter: 221
Tags: #Grundlagen der Datenkommunikation
Links: Bit (binary digit), Code, Codewort, Datenpaket, Datensatz