HSR (high availability seamless redundancy)

High Availability Seamless Redundancy (HSR) ist ein Redundanzverfahren für Ethernet mit Hochverfügbarkeit. Da das HRS-Protokoll bei Auftreten eines Fehlers eine unverzögerte Wiederherstellung bietet, wird es in der Hochverfügbarkeit eingesetzt. Also überall dort, wo kein Netzausfall auftreten darf, beispielsweise bei Anwendungen in der Stromversorgung, der Produktion oder der Druckindustrie.

Das HSR-Protokoll ist ein Redundanzprotokoll für die unter IEC 61850 standardisierte Stationsautomatisierung. Es ist unabhängig von dem eingesetzten Anwendungsprotokoll und kann in meisten Industrial Ethernet eingesetzt werden. Typischerweise wird es in Ringtopologien eingesetzt, wobei redundante Verbindungen zu anderen Netzstrukturen möglich sind. Im Besonderen ist auf den Zusammenhang mit dem Parallel Redundancy Protocol (PRP) hinzuweisen, weil beide Protokolle mit der MAC-Adresse arbeiten.

Was die Duplikaterkennung betrifft, so erfolgt beim HSR-Verfahren die Duplikaterkennung bei jedem einzelnen Frame unmittelbar nach dem der HSR-Header empfangen wurde. Es wird also nicht der Empfang des gesamten Frames abgewartet, was zu einer Verkürzung der Latenzzeit führt. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit dem Cut-Through-Verfahren, bei dem ebenfalls nur die ersten Bytes ausgewertet werden.

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Deutsch:
Englisch: high availability seamless redundancy - HSR
Veröffentlicht: 21.11.2015
Wörter: 172
Tags: Feldbusse
Links: 61850, Byte, Cut-Through-Verfahren, Ethernet, HV (Hochverfügbarkeit)