HDRC (high dynamic range CMOS)

High Dynamic Range CMOS (HDRC) ist eine Weiterentwicklung der CMOS-Sensoren. Der Unterschied zwischen HDRC-Sensoren und CMOS- bzw. CCD-Sensoren besteht darin, dass die Ausgangsspannung von HDRC-Sensoren linear mit der Helligkeit ansteigt. Sie sind wesentlich leistungsstärker und hochempfindlich und in ihrem Verhalten an das Helligkeitsempfinden des menschlichen Auges angepasst.

Dadurch können HDRC-Sensoren bei geringsten und bei hohen Beleuchtungsstärken eingesetzt werden. Ihr Dynamikbereich umfasst ca. neun Zehnerpotenzen zwischen 1 Millilux (mlx) und eine Million Lux (Mlx). Im Gegensatz dazu decken CCD-Sensoren etwa drei Zehnerpotenzen ab.

Aufnahme mit CCD- (links) und HDRC-Sensor, Video: ims-chips.de

Aufnahme mit CCD- (links) und HDRC-Sensor, Video: ims-chips.de

Technisch werden bei den HRCS-Sensoren die Signale jedes einzelnen fotoempfindlichen Elements, das sind Fotodioden, durch einen nachgeschalteten CMOS-FETs verstärkt.

Bedingt durch den extrem hohen Dynamikbereich, der etwa 170 dB beträgt, eignen sich Digitalkameras mit HDRC-Sensoren ideal für Anwendungen bei hohen Helligkeitsunterschieden, wie sie beispielsweise im Straßenverkehr auftreten. So bei Fahrerassistenzsystemen und bei Spurhalteassistenten (LDW). Auch die Videoüberwachung (CCTV) bietet sich für HDRC-Digitalkameras an, da mit solchen Kameras bei Tageslicht und Dunkelheit Personen identifiziert werden müssen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: HDRC-Sensor
Englisch: high dynamic range CMOS - HDRC
Veröffentlicht: 29.12.2017
Wörter: 172
Tags: Scanner
Links: Aussteuerbereich, Beleuchtungsstärke, CCD (charge coupled device), CMOS (complementary metal oxide semiconductor), CMOS-Sensor