HDR-Display

HDR-Displays, High Dynamic Range (HDR), benutzen spezielle Techniken mit denen sie den eingeschränkten Dynamikbereich von normalen Displays erhöhen. Bei LCD-Displays erfolgt die Erhöhung der Helligkeitswerte über die Hintergrundbeleuchtung. Dabei wird das Display nicht flächendeckend mit gleicher Helligkeit von hinten beleuchtet, sondern über ein LED-Array partiell heller und dunkler bestrahlt.


Bei gleichförmiger Hintergrundbeleuchtung würde der hellste Weißwert heller, aber gleichzeitig würde auch das dunkelste Schwarz heller. Dies hätte lediglich eine Verschiebung, nicht aber eine Verbesserung der Dynamik zur Folge. Daher werden bei der HDR-Technik der Farbton und dessen Helligkeit in Abhängigkeit vom Bildinhalt gesteuert.

Hintergrundausleuchtung 
   beim HDR-Display

Hintergrundausleuchtung beim HDR-Display

An Stellen mit hellem Bildinhalt ist die Hintergrundbeleuchtung heller, an dunklen Stellen dunkler. Dadurch wird der Dynamikumfang auf den gesamten zur Verfügung stehenden Kontrast ausgedehnt, der sich aus dem hellsten und dunkelsten Wert einer Darstellung ergibt. HDR-Displays und HDR-Fernseher arbeiten mit einer Helligkeitsauflösung von 10 Bit, HDR10, und können 1.024 Helligkeitsstufen wiedergeben. Sie konnen gegenüber konventionellen Bildschirmen ein helleres Weiß und ein dunkleres Schwarz darstellen.

Die SMPTE hat unter ST.2084 die Leuchtdichten für das dunkelste Schwarz und das hellste Weiß spezifiziert. Danach muss der Schwarzwert für eine Zertifizierung unter 0,0005 Nits leigen. Der hellste Leuchtdichte liegt bei 10.000 Nits. In der Gerätepraxis werden bereits Werte zwischen 0,01 und 4.000 Candela pro Quadratmeter (cd/qm) erzielt, was einem Dynamikumfang von 400.000:1 entspricht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: HDR-Display
Englisch: high dynamic range display
Veröffentlicht: 16.02.2018
Wörter: 228
Tags: #Displays
Links: Bildschirm, Bit (binary digit), Candela, Dynamik, Farbton