HD-Telefonie

Die Sprachqualität der Telefonie hat sich im Prinzip seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht verändert. Damals wurde der Frequenzbereich für die Telefonie von 300 Hz bis 3,4 kHz festgelegt. Das gilt heute noch. Und die Digitalisierung hat daran auch nichts geändert. Ob man über ISDN oder ein Mobilfunknetz telefoniert, ist egal. Die Sprachqualität ist unverändert schlecht.


Entscheidend für die Sprachqualität von ISDN sind die Sprachcodecs nach G.711, die Audio mit 3,5 kHz übertragen, obwohl es mit G.722 einen qualitativ besseren Sprachcodec gibt, der früher nicht in Telefonen oder Nebenstellenanlagen eingebaut wurde. Jetzt aber, im Zuge der Internettelefonie (VoIP) verwendet wird. Bei den heutigen Digitalnetzen sind die Codecs in den Vermittlungsstellen. Beim Wechsel zu den Next Generation Networks (NGN) und bei VoIP wären durchaus Ansätze um die Sprachqualität hin zur HD-Telefonie zu verbessern. Diese Netze sind wesentlich flexibler und die Endstellen können ihre Protokolle untereinander aushandeln.

In der Mobilkommunikation gibt es mit HD-Voice und Full-HD-Voice zwei Sprachdienste mit hoher Klangtreue, Sprachverständlichkeit und Wiedergabequalität. Die beiden Dienste, die mit spezieller Sprachkompression arbeiten, haben eine Klangqualität, die einer adäquaten Bandbreite von 7 kHz (HD-Voice) und 20 kHz (Full-HD-Voice) entsprechen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: HD-Telefonie
Englisch: high definition telephony
Veröffentlicht: 24.11.2013
Wörter: 202
Tags: #Telekommunikations-Sprachdienste
Links: Audio, Bandbreite, CODEC (coder-decoder), Dienst, Digitalisierung