Gouraud-Schattierung

Gouraud-Shading gehört zu den Schattierungstechniken für die Darstellung dreidimensionaler Körper mit gekrümmten Oberflächen. Bei diesem Verfahren werden die Polygonkanten, die beim Flat-Shading sichtbar sind, so stark geglättet, dass sie nicht mehr sichtbar sind.


Zu diesem Zweck werden beim Gouraud-Shading die Farben der Eckpunkte jedes einzelnen Polygons interpoliert und über diese lineare Interpolation der Polygonkanten und Scanlines wird die Schattierung errechnet. Jedes einzelne Polygon hat in sich einen Farbverlauf, der durch die Kantenwerte der angrenzenden Polygone bestimmt wird.

Gouraud-Shading. Grafik: Jason Allen Doucette

Gouraud-Shading. Grafik: Jason Allen Doucette

Das Gouraud-Shading eignet sich für die Darstellung von komplexen Körpern mit gekrümmten Oberflächen und zeigt realistische, kantenfreie Farbverläufe. Dabei wird der Farbverlauf auf der polygonalen Fläche der gekrümmten Oberfläche angenähert.

Darstellung 
   der Shading-Verfahren mit Oberflächenschnitt

Darstellung der Shading-Verfahren mit Oberflächenschnitt

Nachteilig ist bei diesem Schattierungsverfahren, dass der Farbverlauf Oberflächen die unregelmäßig stark gekrümmt sind, nur dann hinreichend konturieren kann, wenn die Polygone kleiner gemacht werden.

Das Gouraud-Shading ist das Standardverfahren von Grafikkarten.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Gouraud-Schattierung
Englisch: gouraud shading
Veröffentlicht: 19.04.2013
Wörter: 169
Tags: #Grafik-Grundlagen
Links: Farbe, Flat-Shading, Grafikkarte, Interpolation, Polygon