Gleichtaktfilter

Gleichtaktfilter sind Filter, die unerwünschte elektromagnetische Gleichtaktsignale unterdrücken. Sie werden in der Hochfrequenztechnik in der Sende- und Antennentechnik für die Entstörung von überlagerten HF-Störsignalen eingesetzt.


Solche Störsignale, die sich als Mantelwellen auf der Schirmung von Koaxialkabeln ausbreiten können, entstehen dann, wenn die Anpassung zwischen symmetrischen und asymmetrischen Signalen nicht korrekt ist, bezogen auf die impedanzmäßige und die kabelmäßige Anpassung. Gleichtaktfilter werden auch in Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen wie der USB-Schnittstelle oder der HDMI-Schnittstelle eingesetzt um die elektromagnetische Verträglichkeit zwischen der Schnittstelle und dem Peripheriegerät sicherzustellen.

Dünnschicht-Gleichtaktfilter, Foto: TDK

Dünnschicht-Gleichtaktfilter, Foto: TDK

Gleichtaktfilter wirken wie stromkompensierte Drosseln. Sie basieren auf dem transformatorischen Prinzip und bestehen aus einem Ferritkern mit den ihn umgebenden Windungen. Dabei wird das Nutzsignal als Gegentaktsignal geführt und die Gleichtaktstörung von dem Nutzsignal entfernt.

Der Dämpfungsbereich von Gleichtaktfiltern ist für bestimmte Frequenzen ausgelegt, ihre Charakteristik entspricht der von Hochpässen. Das bedeutet, das tiefere Frequenzen stärker, höhere hingegen weniger stark gedämpft werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Gleichtaktfilter
Englisch: common mode filter
Veröffentlicht: 15.06.2011
Wörter: 168
Tags: #Datenkabel
Links: Anpassung, Antenne, Asymmetrisches Signal, Drossel, EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)