Geländeverkabelung

In der strukturierten Verkabelung wird das Gelände über die Primärverkabelung verkabelt. Diese Verkabelung integriert die in den einzelnen Gebäuden bestehenden Subnetze eines Campus.


Die Primärverkabelung umfasst den Bereich vom Hauptverteiler (HV) bis zu den Gebäudeverteilern (GV). Pro Gebäude ist mindestens ein Verteiler zum Anschluss an das Primärnetz erforderlich. Als Längenempfehlung weisen die Standards ISO/IEC 11801 und EN 50173 für die strukturierte Verkabelung 1.500 m zwischen Haupt- und Gebäudeverteiler aus.

Verkabelungsstruktur 
   nach ISO/IEC 11801

Verkabelungsstruktur nach ISO/IEC 11801

Im Allgemeinen werden für die Geländeverkabelung Multimodefasern mit 50/62,5/125 µm verwendet, es können allerdings auch Monomodefasern mit 10/125 µm eingesetzt werden, vorwiegend allerdings bei sehr großen Entfernungen zwischen den Gebäuden.

Redundante Geländeverkabelung 
   in Ring- und Sterntopologie

Redundante Geländeverkabelung in Ring- und Sterntopologie

Die Standards lassen allerdings für Anwendungen mit geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten auch symmetrische Kupferkabel zu, wobei Kabel mit 100 Ohm Wellenwiderstand der Kategorie 3 und 4 bevorzugt werden.

An die Geländeverkabelung werden folgende Anforderungen gestellt:

Überbrückung großer Entfernungen, Blitzschutz, Einstreusicherheit, Abhörsicherheit, Zukunftsorientierung, Ausfallsicherheit, hohe Verfügbarkeit, Wartbarkeit, sichere und dokumentierte Trassenführung, Potentialtrennung zwischen Gebäudeerdungen, Integration unabhängiger Subnetze beliebiger Technologie, hohe Übertragungskapazität, redundante Auslegung und alternative Trassenverlegung für den Notfall.

Bei der Geländeverkabelung muss außerdem auf die Ausbaubarkeit der Hauptverteiler für eine problemlose Integration von Neubauten geachtet werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Geländeverkabelung
Englisch: campus wiring
Veröffentlicht: 24.09.2007
Wörter: 212
Tags: #Verkabelungsstrukturen
Links: 50173, Abhörsicherheit, Anschluss, Ausfallsicherheit, Blitzschutz