Geisterbilder

  1. Von Geisterbildern spricht man bei der optischen Zeitbereichsreflektometrie, wenn ein zusätzliches Reflexionssignal, das durch eine Steckverbindung mit geringer Rückflussdämpfung entstanden ist, das eigentliche Messsignal verfälscht. Sind in einer Messstrecke LwL-Steckverbindungen mit Reflexionsdämpfungen von >35 dB enthalten, wird der Endreflex der Faser beim Zurücklaufen an der Einkoppelstelle nochmals reflektiert. Er läuft daraufhin erneut zum Faserende und wird dort wiederum reflektiert. Es entsteht ein Geisterbild, ein Echo, das nochmal um die eigentliche Entfernung verschoben ist.


  2. Geisterbilder gibt es auch beim Fernsehen. Sie entstehen durch Laufzeitunterschiede und werden durch Reflexionen des Fernsehsignals an Gebäuden und Erderhebungen hervorgerufen. Im Fernsehbild erkennt man Geisterbilder an der teilweisen Überlagerung zweier oder mehrerer Bilder.

  3. Der Begriff Ghosting wird auch bei 3D-Darstellungen benutzt. Hierbei wird das Ghosting durch die falsche Zuordnung der Bilder für das linke und rechte Auge verursacht. Erfolgt die Umschaltung der Links-Rechts-Bilder fehlerhaft, dann sieht der Betrachter das richtigen Bild, was allerdings teilweise von dem falschen Bild überdeckt ist. Die zwei Bilder, die eigentlich nacheinander vollkommen getrennt von beiden Augen erfasst werden sollten, verschwimmen dann ineinander.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Geisterbilder
Englisch: ghosting
Veröffentlicht: 30.11.2018
Wörter: 180
Tags: #Verkabelung
Links: Bild, dB (decibel), Echo, Erbium, Fernsehen