Gegentaktstörung

Gegentaktstörungen, Differential Mode Interferences, können in symmetrisch und unsymmetrisch aufgebauten Schaltungen auftreten, nämlich dann, wenn durch eine Unsymmetrie Gegentaktspannungen oder -ströme erzeugt werden. Sie werden magnetisch, elektromagnetisch oder galvanisch auf die Schaltungsleitungen gekoppelt, überlagern die eigentlichen Nutzsignale, die sie dadurch beeinträchtigen. Die Ausbreitung auf den Schaltungsleitungen erfolgt gleichsinnig zu den Nutzsignalen.

Gegentaktstörsignale entstehen durch fehlerhafte Erdung, durch Unsymmetrien in Schaltungen, falsche Leiterführungen, nicht verdrillte Leitungen oder durch Signalkonvertierungen. Anders als Gleichtaktstörungen können Gegentaktstörungen durch schaltungstechnische Maßnahmen, veränderte Leitungsführung oder andere Masseverbindungen beseitigt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Gegentaktstörung
Englisch: differential mode interference
Veröffentlicht: 21.02.2012
Wörter: 96
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: Erdung, Gegentaktspannung, Gleichtaktstörung, Leitung, Moden