Gaslaser

Ein Gaslaser ist ein Laser, dessen Verstärkungsmedium ein Gas ist. Die von Gaslasern emittierten Wellenlängen haben eine hohe Strahlqualität. Ihre Leistungen sind abhängig von dem benutzten Gasen und Gasgemischen. Zu den in Gaslasern verwendeten Gasen gehören Helium, Neon, Argon, Stickstoff und Kohlendioxid.


Helium-Neon-Laser emittieren Licht in diversen Wellenlängen. Die einzelnen Wellenlängen liegen im sichtbaren Lichtbereich bei Rot mit einer Wellenlänge von 632,8 nm, Grün mit 543,5 nm, Gelb mit 594,1 nm und Orange mit 611,9 nm. Darüber hinaus gibt es He-Ne-Laser, die Licht im Infrarotbereich emittieren. Ihre Ausgangsleistungen liegen bei einigen Milliwatt bis zu mehreren Watt. Eingesetzt werden sie u.a in Interferometern.

Argon-Ionen-Laser arbeiten mit dem Edelgas Argon (Ar), das als Argonplasma das Verstärkungsmedium bildet. Argon-Laser haben Ausgangsleistungen von bis zu 100 W. Emissionsmäßig decken sie viele Wellenlängen im sichtbaren Lichtbereich und im ultravioletten UV-Licht ab.

Für den Krypton-Ionen-Laser gilt Ähnliches wie für den Argon-Laser. Auch sie können auf diversen Wellenlängen Licht emittieren und haben eine relativ hohe Ausgangsleistung.

Kohlendioxid-Laser verwenden als Gasgemisch Kohlendioxid (CO2), Helium und Stickstoff (N2). Ihre emittierte Wellenlänge liegt im langwelligen Infrarotbereich zwischen 9 µm und 11 µm, die Ausgangsleistung kann mehrere Kilowatt betragen. Da ihr Wirkungsgrad bei etwa 10 % liegt, benötigen Kohlendioxid-Laser relativ hohe Versorgungsleistungen.

Stickstoff-Laser benutzen Stickstoff (N2) für die Lichtverstärkung. Sie arbeiten im ultravioletten Bereich einer emittierten Wellenlänge von 337,1 nm. Sie haben einen relativ guten Wirkungsgrad.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Gaslaser
Englisch: gas laser
Veröffentlicht: 01.04.2020
Wörter: 239
Tags: #Aktive Bauelemente
Links: carbon dioxide laser, Gelb, Grün, Infrarot, Laser (light amplification by stimulated emission)