GTK (gimp toolkit)

Gimp Toolkit (GTK) ist eine GNU-Bibliothek für das Erstellen von grafischen Benutzeroberflächen (GUI), das im Grafikprogramm Gimp programmiert ist. Es ist eines der populärsten GUI-Toolkits, welches die Nachfolge von Motif übernommen hat. GTK bzw. GTK+ wird überall dort bevorzugt, wo Gnome entwickelt wird. Im Gegensatz dazu kommen Qt und PyQt bei K-Desktop-Environments zum Einsatz.

Für das Design der grafischen Benutzeroberflächen mit GTK existieren diverse Werkzeuge und es gibt unzählige Open Source Programme, die als Beispiele dienen können. Leider fügt sich GTK unter Windows optisch nicht hundertprozentig in die Standardoberfläche ein und muss auch nachträglich installiert werden.

Die möglichen Einsatzgebiete reichen von einfachen graphischen Frontends für Kommandozeilenprogramme bis zu komplexen Anwendungen mit speziell angepassten Kontrollelementen und vielen eigenständigen Fenstern.

GTK+ ist in der Programmiersprache C geschrieben mit Bindungen an C++ und Java, ebenso wie an die Scriptsprachen Perl, Python und andere. GTK+-Entwickler können zwischen verschiedenen Darstellungsformen wählen, die eine Darstellungsvielfalt für die Benutzeroberfläche bieten. GTK+-Anwendungen sind portierbar und können unter Windows und K-Desktop-Environment (KDE) laufen.

GTK+2 ist die Version 2 von GTK+. Sie beinhaltet viele Verbesserungen, ist allerdings inkompatibel zu GTK+. Zu den Änderungen gehören die verbesserte Unterstützung des Unicode und der Barrierefreiheit, und Änderungen in der Programmierschnittstelle um deren Flexibilität zu erhöhen.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: gimp toolkit - GTK
Veröffentlicht: 12.02.2010
Wörter: 232
Tags: Sonstige Progr.
Links: API (application programming interface), Barrierefreiheit, C++, GNOME (GNU object model environment), Grafikprogramm