Funkrufnetz

Bei den Funkrufnetzen handelt es sich um Zellularnetze mit Festverbindungen zwischen den Basisstationen auf Basis von X.25. Der Frequenzbereich ist abhängig vom Dienstangebot und liegt beispielsweise bei Cityruf bei 460 MHz. Je nach Dienst werden die Daten analog oder digital übertragen. Es handelt sich immer um einen Simplex-Betrieb ohne Rückkanal mit Einzel-, Gruppen- und Sammelruf.


Funkrufdienste bieten Systemzugänge zum Telefonnetz, zu ISDN und Internet. Sie werden vorwiegend von privaten Anwendern genutzt, die immer und überall erreichbar sein müssen. Im Vergleich zur Mobiltelefonie ist das Funkrufsystem ein relativ preiswertes Informationssystem. Je nach Funkrufsystem zahlt der Teilnehmer lediglich eine Grundgebühr. Es kann auch sein, dass der Dienst kostenlos ist, wenn der Absender des Funkrufs die Kosten trägt.

Bei den in Deutschland existierenden Funkrufnetzen handelt es sich um nicht kompatible Systeme, die ausschließlich in Deutschland genutzt werden können. Dabei ist das Bundesgebiet bei den einzelnen Netzen in Regionen aufgeteilt. Die Teilnehmer werden bestimmten Regionen zugeordnet und sind nur innerhalb dieser Regionen erreichbar. Möchte ein Teilnehmer die Region wechseln oder in einer anderen Region zusätzlich erreichbar sein, muss er dies beim Netzbetreiber anmelden. Ein einheitlicher europäischer Funkruf-Standard, der auch das Roaming umfasst, konnte bislang nicht realisiert werden. Mit ERMES soll ein solcher Standard für Funkrufsysteme aufgebaut werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Funkrufnetz
Englisch: pager network
Veröffentlicht: 25.10.2005
Wörter: 214
Tags: #Funkruf
Links: Analog, Basisstation, Cityruf, Daten, Dienst