Funkenstrecke

Eine Funkenstrecke ist eine Entladungsstrecke über die Überspannungen abgeleitet werden. Ein solcher Überspannungsableiter besteht aus zwei metallischen Elektroden, die in einem gewissen Abstand voneinander angebracht sind.


Die Elektroden einer Funkenstrecke können sich in einem Glaskörper befinden und von Luft oder einem Gas umgeben sein. Funkenstrecken sind für Niederspannung, Mittelspannung und Hochspannung ausgelegt und werden in Geräten, Netzteilen und Systemen eingesetzt, aber auch in Umspanneinrichtungen oder in der Hochspannungsübertragung.

Überspannungsableiter von Epcos und DIN-Schaltzeichen, Foto: Schuricht

Überspannungsableiter von Epcos und DIN-Schaltzeichen, Foto: Schuricht

Sie sind so konzipiert, dass ab einer bestimmten Spannung die Strecke zwischen den Elektroden, die im normalen Betrieb sehr hochohmig ist, ionisiert und dadurch niederohmig wird und ein kurzzeitiger Stromfluss von einer Elektrode zur anderen erfolgt. Die Entladung zwischen den Elektroden zeigt sich in einem Funken. Maßgeblich für die Überschlagsspannung ist der Abstand zwischen den Elektroden. Bei Niederspannung beträgt der Elektrodenabstand weniger als ein Millimeter, bei Hochspannung durchaus über ein Meter. Die Überschlagspannung liegt beim atmosphärischen Luftdruck bei etwa 3.000 V/mm.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Funkenstrecke
Englisch: spark gap
Veröffentlicht: 12.09.2014
Wörter: 166
Tags: EMV
Links: Elektrode, Hochohmig, Hochspannung, Meter, Mittelspannung