Füllfaktor

Der Begriff Füllfaktor wird in der Speichertechnik und der Photovoltaik benutzt.


  • In der Speichertechnik steht der Füllfaktor für leere Speicherplätze in einer geordneten Datenstruktur. Diese freien Speicherplätze werden für Datensätze frei gehalten, die nach dem vorgegebenen Index-Schema dort gespeichert werden damit die Indexierungsstruktur nicht unterbrochen wird. Der Füllfaktor ist dabei der prozentuale Anteil der freien Speicherplätze.
  • In der Photovoltaik ist der Füllfaktor (FF) ein wichtiger Kennwert für deren Güte. Er sagt aus, wie gut eine Solarzelle durch Lichtstrahlung emittierte Ladungsträger sammelt. Der Füllfaktor ist abhängig von der Art der Solarzelle und davon, ob es sich um eine Silizium-basierte Solarzelle handelt oder um ein anderes Halbleitermaterial.

    I-U-Kennlinie einer Solarzelle

    I-U-Kennlinie einer Solarzelle

    Bei Solarzellen gibt es zwei Leistungswerte: Der Maximum Power Point (MPP) (helle Fläche) und die maximal mögliche Leistung, die sich aus dem Kurzschlussstrom und der Leerlaufspannung errechnet (blaue Fläche). Der Füllfaktor ist als das Verhältnis von dem MPP-Wert zum theoretischen Leistungswert definiert und immer unter 1. Mono- und polykristalline Solarzellen erreichen Füllfaktoren zwischen 0,7 und 0,8, bei amorphen liegen die FF-Werte zwischen 0,5 und 0,7.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Füllfaktor
Englisch: filling factor - FF
Veröffentlicht: 11.03.2014
Wörter: 189
Tags: #Solartechnik, Photovoltaik
Links: Datensatz, Gütefaktor, Halbleiter, Leerlaufspannung, MPP (maximum power point)