Frequenzbereich-Reflektometrie

Die Frequenzbereich-Reflektometrie (FDR) ist eine Frequenzwobbelung, mit der das Frequenzverhalten und die Reflektionen von Übertragungsmedien frequenztechnisch lokalisiert werden.

Dem Verfahren nach erfolgt bei der Frequenzbereich-Reflektometrie eine Wobbelung, bei der eine Trägerfrequenz kontinuierlich in ihrer Frequenz verändert wird, und zwar so, dass der zu messende Frequenzbereich des Kables abgedeckt wird. Die gewobbelte Frequenz wird in das zu messende Hochfrequenzkabel eingespeist und an Inhomogenitäten und Impedanzabweichungen teilweise reflektiert. Der reflektierte Signalanteil wird zurück zum Sender übertragen. Er hat die Frequenz des Wobbelsignals, allerdings eine unterschiedliche Phasenlage. Empfangsseitig wird die Amplitude des reflektierten Signals in Relation zum ausgesandten Signalamplitude gesetzt.

Die Ergebnisse werden an diskreten Frequenzpunkten ermittelt und enthalten mehr Informationen als die Zeitbereichsreflektometrie (TDR), da sowohl der Ort der Inhomogenität - eines Steckers, Adapters, Kabeldefekts - als auch die reflektierte Frequenz und der Wellenwiderstand angezeigt werden. Das FDR-Verfahren zeichnet sich darüber hinaus durch einen hohen Dynamikbereich aus, der bis zu 100 dB betragen kann, und eine hohe Auflösung bei langen Kabeln bietet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Frequenzbereich-Reflektometrie
Englisch: frequency domain reflectometry - FDR
Veröffentlicht: 26.09.2012
Wörter: 167
Tags: Messungen
Links: Amplitude, Auflösung, dB (decibel), Dynamik, Frequenz