Freiraumdämpfung

Bei der funktechnischen Übertragung wird die Entfernung der ausgestrahlten Frequenzen durch die Freiraumdämpfung bestimmt. Es handelt sich dabei um einen funktechnischen Kennwert, der sich im Energieverlust ausdrückt, den die elektromagnetischen Wellen im Übertragungsmedium erfahren.


Die Freiraumdämpfung ist die Differenz von Sendeleistung zur Empfangsfeldstärke. Sie ist abhängig von der Entfernung zwischen zwei Punkten und von der Wellenlänge, und errechnet sich aus dem Logarithmus des Verhältnisses von Entfernung zur Wellenlänge. Das bedeutet, dass mit steigender Frequenz, also bei kürzeren Wellenlängen, die Freiraumdämpfung logarithmisch ansteigt.

Ermittlung 
   der Freiraumdämpfung über die Entfernung und die Wellenlänge

Ermittlung der Freiraumdämpfung über die Entfernung und die Wellenlänge

So beträgt der Pegelunterschied zwischen Frequenzen von 900 MHz und 2,4 GHz 8,5 dB zugunsten der Sub-GHz-Frequenz. Daher arbeiten Anwendungen mit hoher Reichweite und geringer Datenrate, wie Low Power WANs (LPWAN), in Sub-GHz-Bereichen.

Die Freiraumdämpfung wird dimensionslos in Dezibel (dB) angegeben und erhöht sich mit der Dekade der Entfernung um 20 dB. Die Freiraumdämpfung bestimmt u.a. die Reichweite beim funktechnischen und optischen Richtfunk und im 60-GHz-Band.

Die Freiraumdämpfung kann nur durch einen höheren Antennengewinn kompensiert werden. Dafür werden bei mm-Wellen Antennenarrays eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Freiraumdämpfung
Englisch: free space attenuation
Veröffentlicht: 11.02.2018
Wörter: 191
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik
Links: 60-GHz-Band, Antennenarray, Antennengewinn, Datenrate, dB (decibel)