Fluten

  1. Das Fluten, Flooding, ist eine Routing-Technik, bei der eine zu routende Information, die von einem Router empfangen wurde, an alle angeschlossenen Routing-Geräte gesendet wird. Um die Vielzahl an vagabundierenden Datenpakete einzudämmen, kann im Header des Datenpakets ein Hop-Counter implementiert werden, der bei jedem Hop dekrementiert wird, bis er den Wert 0 erreicht und das Datenpaket eliminiert wird. Das Flooding ist vergleichbar mit einer Broadcast-Funktion, die sich allerdings nicht auf die Endgeräte bezieht, sondern auf die Intermediate-Systeme.

  2. Bei Denial of Service (DoS) und Distributed Denial of Service (DDoS) werden für die Angriffe auf die Netzdienste verschiedene Flooding-Techniken benutzt. Alle Flooding-Techniken überlasten die zur Verfügung stehende Verarbeitungskapazität des Angegriffenen, damit der angegriffene Server die Anfragen nicht mehr bearbeiten kann. Man unterscheidet dabei zwischen dem PING-Flooding und dem SYN-Flooding. Beim Ping-Flooding oder beim Ping of Death (PoD) werden lange Requests oder überlange Fragmente an eine IP-Adresse generiert, die die gesamte Systemperformance benötigen. Beim SYN-Flooding werden fortlaufend Requests für die Synchronisation an einen TCP-Port gesendet. Auch hierbei wird das System überlastet und kann abstürzen.
  3. In unstrukturierten Peer-to-Peer-Netzen wird die Flooding-Technik für Suchanfragen eingesetzt. Da in Peer-to-Peer-Netzen nur das Endsystem Informationen über gespeicherte Daten hat, werden Suchanfragen durch Flooding gelöst, indem sich die Anfrage an alle angeschlossenen Endsysteme richtet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fluten
Englisch: flooding
Veröffentlicht: 24.04.2020
Wörter: 218
Tags: Internetw.-Strukturen
Links: Absturz, Angriff, Daten, Datenpaket, DDoS (distributed denial of service)