Flimmern

Flimmern ist ein visuell wahrnehmbarer Störeffekt, der bei periodisch wiederholenden Bilddarstellungen auftritt. Er tritt dann auf, wenn die Wiederholrate der periodisch dargestellten Bilder einen bestimmten Wert unterschreitet. In diesem Fall kann die Trägheit des Auges, die sogenannte Nachbildwirkung, den auftretenden Flimmereffekt nicht mehr ausgleichen.


Die Wiederholrate ist dabei abhängig vom Licht. Bei hellem Licht kann das Flimmern bei einer Bildwechselfrequenz von 50 Hz bis 60 Hz wahrgenommen werden, bei dunklerem liegt die Wiederholrate bei etwa 20 Hz. Hinzu kommt, dass die Wahrnehmung bei einheitlichen großflächigen Bildbereichen und großen Bildschirmen ausgeprägter erscheint als bei kleinen Bilddetails. Man spricht dabei von Großflächenflimmern. Die untere Grenze bei der das menschliche Auge periodische Sequenzen zu einer Bewegtbilddarstellung integriert, liegt bei etwa 20 Bildern pro Sekunde. Entsprechend werden Filme mit 24 Bildern/s dargestellt, Fernsehen mit 25 bzw. 30 Bilder/s und Monitore mit 60 bis 100 Bildwiederholungen pro Sekunde. Beim Fernsehen wird durch das Zeilensprungverfahren dem Auge gegenüber eine höhere Wiederholrate vorgetäuscht.

Um Flimmerfreiheit zu erreichen, kann die Bildwiederholfrequenz soweit erhöht werden, bis der Flimmereffekt ganz verschwunden ist. Die Bildwiederholfrequenz muss dabei mindestens 75 Hz betragen. In der Fernsehtechnik verwendet man die 100-Hz-Technik und teilweise auch die 200-Hz-Technik, mit denen 50 resp. 100 Vollbilder pro Sekunde dargestellt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Flimmern
Englisch: flicker
Veröffentlicht: 09.11.2008
Wörter: 202
Tags: #Displays
Links: 100-Hz-Technik, Bild, Bildwiederholfrequenz, Fernsehen, Großflächenflimmern