Ferritantenne

Ferritantennen gehören zu den Magnet- oder magnetischen Loop-Antennen, die die magnetische Komponente des elektromagnetischen Felds umsetzen. Sie bestehen aus einem Ferritkern aus Eisen-, Zink- oder Manganoxyd auf die eine Spule aus Kupferdraht gewickelt ist. Die Spule bildet mit einem parallel geschalteten Kondensatoren und einem Drehkondensator einen abstimmbaren Schwingkreis, der mit dem Drehkondensator auf die Sendefrequenz abgestimmt wird. Das Prinzip der Ferritantenne arbeitet im Langwellen-, Mittelwellen- und Kurzwellenbereich.


Die Ferritantenne wird herstelllerseitig dadurch abgestimmt, dass die Spule auf dem Ferritstab verschoben und anschließend versiegelt wird. Der Empfang wird durch die Einstellung des Schwingkreises auf die Sendefrequenz erreicht und ist abhängig von der Ausrichtung des Ferritstabs. Die meisten elektromagnetischen Wellen werden dann empfangen, wenn der Ferritstab parallel zum Sender ausgerichtet ist, also im rechten Winkel zum Sender steht, so dass die elektromagnetischen Wellen ihn optimal durchdringen können.

Ferritantenne, Foto: b-kainka.de

Ferritantenne, Foto: b-kainka.de

Ferritantennen werden in Rundfunkempfängern eingesetzt, aber auch in Funkuhren und RFID-Transpondern. Sie eigenen sich für Frequenzen bis hin zu einigen Megahertz. Da die empfangene Feldstärke sehr stark von der Durchdringung der Ferritantenne abhängt, und diese wiederum von deren Ausrichtung zum Sender, müssen Empfangsgeräte mit eingebauter Ferritantenne zum optimalen Empfang gedreht werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Ferritantenne
Englisch: ferrite antenna
Veröffentlicht: 29.12.2014
Wörter: 199
Tags: #Antennen
Links: Drehkondensator, EMW (electromagnetic wave), Feldstärke, Ferrit, Frequenz