Fallback

Fallback ist eine Schaltfunktion in Übertragungsstrecken, die dann aktiviert wird, wenn die Übertragungsgüte bestimmte festgelegte Grenzwerte unterschreitet. Dies kann geschehen, wenn die zur Verfügung gestellte Bandbreite nicht ausreicht, der Empfangspegel den Grenzwert unterschreitet oder wenn Übertragungsparameter durch Störungen beeinträchtigt werden. In solchen Fällen wird das Fallback innerhalb einer Netzwerkkomponente ( Modem) ausgelöst und reduziert die Übertragungsrate auf eine Geschwindigkeit, die einen fehlerfreien Empfang gewährleistet. Verbessert sich die Übertragungsgüte, kann das Fallback wieder rückgängig gemacht und auf eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit umgeschaltet werden. Man spricht dann von Fallforward.


  1. Arbeitet beispielsweise ein Modem mit unzureichender Übertragungsgüte, dann schaltet die Fallback-Funktion den Modem auf eine niedrigere Übertragungsgeschwindigkeit. Einige Übertragungsverfahren erlauben das Fallback in kleinen Stufen, wie das Packetized Ensemble Protocol (PEP), andere wie V.32 nur in sehr großen. Einige Protokolle führen das Fallback in bis zu 12 Stufen aus, andere halbieren jeweils die Baudrate, wieder andere haben nur wenige Stufen. Voraussetzung für einen Fallback-Betrieb ist, dass beide an der Übertragung beteiligten Modems diese Betriebsart unterstützen.

  2. Die Funktion des Fallbacks wird auch in WLANs nach 802.11a, 802.11b und 802.11g realisiert, wobei bei Unterschreiten einer bestimmten Empfangsfeldstärke dem daraus resultierenden Verbindungsabbruch durch automatisches Zurückschalten der Datenrate vorgebeugt wird. Sinkt der Empfangspegel von Client oder Access Point (AP) wird die Datenrate automatisch reduziert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fallback
Englisch: automatic fallback - AFB
Veröffentlicht: 11.05.2008
Wörter: 221
Tags: #Fernsprechnetz
Links: AP (access point), Bandbreite, Client, Datenrate, Empfangsfeldstärke