FOIRL (fiber optic inter repeater link)

Als Netzwerkkomponente zur Topologie-Ausweitung von Ethernet über ein LAN-Segment hinaus, werden Repeater und Remote-Repeater verwendet. Remote-Repeater bestehen aus zwei Repeater-Einheiten, die über ein Link-Segment als Punkt-zu-Punkt-Verbindung realisiert sind. Das optische Link-Segment zwischen den beiden Hälften eines Remote-Repeaters ist im FOIRL (Fiber Optic Inter Repeater Link) standardisiert.


Das FOIRL-Interface arbeitet mit einer typischen Wellenlänge von 850 nm über Lichtwellenleiter in Duplex. Der Standard sieht Gradientenfasern mit 50/125 µm, 62,5/125 µm, 85/125 µm und 100/140 µm vor. In Deutschland wird vorwiegend die 50/125-µm-Faser verwendet. Die Dämpfung des optischen Link-Segments sollte höchstens 7 dB betragen, die kumulierte Verzögerungszeit aller optischer Link-Segmente von einem Pfad zwischen zwei Ethernet-Stationen darf 5,14 µs nicht übersteigen. Bei einer 850-nm-Quelle sieht der Standard für eine 1-km-Verbindung eine Bandbreite von mehr als 150 MHz vor.

Aufbau eines FOIRL

Aufbau eines FOIRL

FOIRL verwendet als Steckertyp FSMA mit einer Dämpfung von unter 2,5 dB. Die zulässige Entfernung für das optische Link-Segment ist abhängig von der Anzahl der LAN-Segmente und Repeater. Besteht der Übertragungsweg aus fünf LAN-Segmenten und vier Repeatern, wobei zwei Link-Segmente verwendet werden, dann beträgt die zulässige Entfernung pro Link-Segment 500 m. Bei vier LAN-Segmenten und drei Repeatern können die FOIRL-Segmente 1000 m lang sein.

Ein optisches Link-Segment besteht wegen der unidirektionalen Übertragungscharakteristik von Lichtwellenleitern aus zwei Fasern, je eine pro Richtung.

Durch gleichzeitige Nutzung des zweiten optischen Fensters bei 1.350 nm wäre eine FOIRL mit nur einer Glasfaser zwischen den beiden Repeater-Hälften möglich.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: fiber optic inter repeater link - FOIRL
Veröffentlicht: 21.07.2003
Wörter: 241
Tags: #Ethernet
Links: Bandbreite, Dämpfung, dB (decibel), Duplex, Ethernet