FICON (fibre channel connection)

Fibre Channel Connection (FICON) ist ein Hochgeschwindigkeits-Kanalsystem für Mainframes und Speichersysteme, das Enterprise System Connection (ESCON) ablösen soll. Das 1998 von IBM entwickelte System zeichnet sich gegenüber Escon durch eine geänderte Architektur aus, die in Verbindung mit den schnelleren physikalischen Verbindungen Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 200 MB/s zulässt.


Die Ficon-Kanäle haben einen sogenannten Mapping-Layer, der von der ANSI standardisiert ist und der auf dem Fibre Channel Physical Standard (FC-PH) basiert. In diesem Layer sind die Signale, die Verkabelung und die Übertragungsgeschwindigkeiten spezifiziert. Das bedeutet auch, dass Ficon und Fibre-Channel miteinander kommunizieren können.

Pro Ficon-Kanal können bis zu 16-mal mehr Geräte angebunden werden als mit Escon. Dadurch sind bei der Anbindung von Speichersystemen und anderen Geräten weniger Kanäle und weniger Kabel erforderlich.

FICON-Konfigurationen

FICON-Konfigurationen

Im Vollduplex können bei 100 MB/s bis zu 20 km überbrückt werden, wodurch gleichzeitig Lese- und Schreibdaten über eine Verbindung übertragen werden können. Darüber hinaus erhöht die Möglichkeit des Multiplexens die Flexibilität von Ficon, weil kleinere Datenpakete mit größeren gemultiplext werden können, wodurch sich eventuelle Wartezeiten reduzieren.

Je nach Konfiguration und Übertragungstechnik können mit Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM) und optischen Verstärkern Entfernungen bis zu 150 km überbrückt werden.

Bestehende Escon-Systeme können in Ficon integriert werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: fibre channel connection - FICON
Veröffentlicht: 10.06.2013
Wörter: 221
Tags: #Fibre Channel
Links: ANSI (American national standards institute), Architektur, Datenpaket, Duplex, DWDM (dense wavelength division multiplexing)