FDDI-Zugangsverfahren

Das Zugangsverfahren für FDDI entspricht im Wesentlichen dem Token-Ring-Protokoll nach IEEE 802.5. Ein grundsätzlicher Unterschied ergibt sich in der Art und Weise der Erzeugung eines Frei-Tokens durch die sendende Station nach Abschluss einer Sendung. Innerhalb des FDDI sendet eine Station das Frei-Token unmittelbar nach Aussendung des letzten Datenpaketes innerhalb der maximalen Sendedauer auf den Ring. Die maximal übertragbare Datenpaketlänge beträgt bei FDDI 4495 Bytes.


Zwei Zähler in jeder Station, der Token Rotation Timer und der Token Holding Timer, sorgen für einen korrekten Ablauf. Die Token Rotation Time (TRT), die von jeder Station als die Zeit zwischen zwei Frei-Token-Ankünften gemessen wird, ist ein Maß für die aktuelle Netzbelastung. Die Token Holding Time (THT) ist die maximale Verweildauer eines Token innerhalb einer Station. Nach dieser Zeit muss der Token an die nachfolgende Station weitergegeben werden. Sendet keine Station, kreist der Token ungenutzt im Ring. Möchte eine Station senden, so wartet sie das Eintreffen des Token ab, und beginnt unmittelbar danach anstelle des Token eigene Daten zu senden.

FDDI-Frame-Format

FDDI-Frame-Format

Die Leistungsfähigkeit eines FDDI-Rings wird wesentlich durch die Token Holding Time beeinflusst. Der Wert für diese Zeitspanne liegt bei FDDI bei mindestens 4 ms pro Station. Befinden sich beispielsweise 30 Stationen im Ring, so ist die maximale Zeit, die eine Station bis zur Übertragung warten muss, bei 120 ms. Diese Verzögerung schließt Echtzeitanwendungen ebenso aus wie Multimedia-Anwendungen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: FDDI-Zugangsverfahren
Englisch: FDDI access control
Veröffentlicht: 24.09.2007
Wörter: 229
Tags: #FDDI
Links: Byte, Daten, Echtzeitanwendung, FDDI (fiber distributed data interface), holding time