Entkopplungskondensator

Entkopplungskondensatoren werden zur Entkopplung benutzt, um die Versorgungsspannung von Störspannungs- oder Schaltimpulsen von den Prozessoren zu entkoppeln.

Entkopplungskondensatoren werden in die Versorgungsspannung der Chips geschaltet und glätten Störimpulse der Prozessoren, so dass diese nicht die Versorgungsspannung beeinträchtigen. Andererseits verhindern sie auch, dass Spannungsspitzen über die Versorgungsspannung in die Funktionseinheiten gelangen und deren Funktionalität beeinträchtigen.

Entkopplungskondensatoren sollten in unmittelbare Nähe der Prozessoren gelegt werden, weil über längere Leiterbahnen Störimpulse eingestrahlt werden können. Um die parasitär eingestrahlte Störspitzen nach Masse ableiten zu können, sollte der kapazitive Blindwiderstand der Entkopplungskondensatoren gegen Null gehen, so dass nur noch der Ersatzserienwiderstand (ESR) wirkt. Als Entkopplungskondensatoren eignen sich speziell die Low Inductance Chip Capacitors (LICC), die mit ihren längsseitig liegenden Anschlüssen eine besonders niedrige äquivalente Serieninduktivität, Equivalent Series Inductance (ESL), haben.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Entkopplungskondensator
Englisch: decoupling capacitor
Veröffentlicht: 15.01.2014
Wörter: 144
Tags: #Passive Bauelemente
Links: Anschluss, Blindwiderstand, Chip, Erdung, Ersatzserienwiderstand