Elektroviskosität

Unter Elektroviskosität versteht man ein Phänomen, bei dem manche Flüssigkeiten bei Anlegen eines elektrostatischen Feldes ihren Flüssigkeitszustand verändern. So kann eine zähflüssige Flüssigkeit durch Elektroviskosität dünnflüssig werden.

Bei den so reagierenden Flüssigkeiten, es sind Mineral- oder Silikonöle, handelt es sich um so genannte Suspensionen, das sind Aufschwemmungen, bei denen feste Teilchen in einer flüssigen Phase schweben. Die Teilchen sind sehr klein, haben eine Größe von 10 nm bis 1.000 nm und bleiben aufgrund ihrer geringen Größe und der eigenen Wärmebewegung im Schwebezustand. Bei Anlegen eines elektrostatischen Feldes erfahren die Teilchen, die zwar neutral sind, eine elektrostatische Aufladung. Durch die Ladungsverschiebungen im Innern entsteht ein Ladungspotential auf der Oberfläche, das von entgegengesetzt geladenen Ionen umgeben. Dies trägt zur Stabilisierung der Lösungen bei.

Die Viskosität einer Flüssigkeit wird bestimmt durch die Beweglichkeit ihrer Bestandteile. Können sie sich ohne Beeinträchtigung bewegen, ist die Aggregatzustand dünnflüssig. Behindern sich die Teilchen, ist sie zähflüssig.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Elektroviskosität
Englisch: electro viscosity
Veröffentlicht: 11.06.2009
Wörter: 175
Tags: EK-Grundlagen
Links: ESC (electrostatic charge), Phase,