Elektrosmog

Als Elektrosmog, Electromagnetic Pollution, werden alle unerwünschten elektromagnetischen Wellen bezeichnet, die von elektrischen und elektronischen Einrichtungen erzeugt werden. Solche, die der funktechnischen Übertragung dienen und von Antennen abgestrahlt werden, solche, die als Störstrahlung in Leitern und Geräten erzeugt werden, aber auch ionisierende und nichtionisierende Strahlungen.


Zu der Störstrahlung von funktechnischen Einrichtungen gehören die Sender für Rundfunk und Fernsehen, die Sendemasten der verschiedenen Mobilfunknetze, die Funk-LANs oder die schnurlose Telefonie, um nur einige zu nennen. Zu der zweiten Gruppe gehören alle elektrischen und elektronischen Geräte; Elektro- und Mikrowellenherd, die Beleuchtung, Babyphones, Monitore, Fernseher, Stromkabel, Hochspannungsleitungen, Röntgengeräte, Handys u.v.m. Bei den ionisierenden Strahlungen handelt es sich um Gamma- und Röntgenstrahlung und bei der nichtionisierenden um UV-Licht und um Wärmestrahlung.

Elektrosmog ist die Summe aller elektromagnetischen Felder und kann gesundheitsgefährdend sein. Damit keine entsprechenden Gefährdungen auftreten, gibt es zur Einhaltung der geforderten Grenzwerte für die Emissionen und Immission entsprechende Verordnungen und Richtlinien. In diesem Zusammenhang soll auch der SAR-Wert, Specific Absorption Rate (SAR), erwähnt werden, der bei Handys die Störstrahlungsbelastungen für den menschlichen Körper angibt. Je nach Strahlungstyp sind Auswirkungen auf den menschlichen Körper bekannt.

Strahlung durch niederfrequente Wechselfelder: Der Niederfrequenzbereich umfasst den Frequenzbereich bis 30 kHz und schließt die Stromversorgung mit 50 Hz Wechselstrom ein. Im Inhouse-Bereich bilden sich durch die Stromnetzverlegung elektrische und magnetische niederfrequente Wechselfelder. Bei Stromfluss durch das Niederspannungsnetz bilden sich magnetische Störfelder mit einer bestimmbaren magnetischen Flussdichte, angegeben in Tesla (T). Fließt kein Strom, dann bilden sich elektrische Störfelder, die eine berechenbare elektrische Feldstärke verursachen. Der empfohlene Grenzwert für die magnetische Flussdichte sollte 100 nT nicht überschreiten, die elektrische Feldstärke unter 20 V/m liegen.

Strahlung durch Hochfrequenz (HF) und Mikrowellen (MW): Mikrowellen werden nahe der Haut absorbiert; Hochfrequenzen können vom gesamten Körper absorbiert werden. Bei hoher Intensität verursachen beide Strahlungsarten eine Erwärmung von Körpergewebe. Zu den Verursachern von Hochfrequenz und Mikrowellen gehören der Mobilfunk, Mobiltelefone, WLANs, Bluetooth, Radaranlagen, CB-Funk, Radio- und Fernsehsender und weitere funktechnischen Systeme.

Die Grenzwerte für hochfrequente Emissionen liegen für digitale Emissionen bei 20 µW/qm, bei analogen Emissionen bei 200 µW/qm.

Infrarotstrahlung (IR): Die menschliche Haut und die Augen absorbieren Infrarotlicht als Wärme. Starke Belastung wird als Hitze oder Schmerz wahrgenommen.

Strahlung durch sichtbares Licht: Die unterschiedlichen sichtbaren Frequenzen des elektromagnetischen Spektrums werden vom menschlichen Auge als Farben wahrgenommen. Hohe Strahlungsmengen von sichtbarem Licht können zu Schäden der Haut und der Augen führen.

UV-Strahlung: UV-Licht weist eine hohe Photonenenergie auf und ist besonders gefährlich, weil sich die Symptome oft verspätet einstellen. Quellen sind u.a. Sonnenstrahlung, Beleuchtungen, Lichtbogenschweißen und UV-Laser.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Elektrosmog
Englisch: electromagnetic pollution
Veröffentlicht: 03.11.2018
Wörter: 453
Tags: #Elektromagnetische Verträglichkeit
Links: Absorption, Analog, Antenne, Beleuchtung, Bluetooth