ePA (Elektronischer Personalausweis)

Der elektronische Personalausweis (ePA) ist ein neuer Personalausweis (nPA) für deutsche Staatsangehörige, der den älteren nicht-elektronischen Personalausweis ablösen soll. Genauso wie dieser enthält der elektronische Personalausweis lesbare personenbezogene Angaben und ein Lichtbild. Er hat die Größe einer ID1-Karte und den Aufbau einer Smartcard. Es ist ein Identitätsnachweis, der aus einem gedruckten Personenteil mit Identifikationsnummer, aus einem elektronischen Teil und einer digitalen Signatur besteht.


Mit den personenbezogenen Angaben sind die Vorder- und Rückseite bedruckt. Sie umfassen den Familiennamen und den Geburtsnamen, den Vornamen, das Geburtsdatum und den Geburtsort, die Staatsangehörigkeit, Gültigkeitsdauer und die Unterschrift des Inhabers. Neu ist die sechsstellige Kartenzugriffsnummer (CAN), die in Lesegeräte für den hoheitlichen Einsatz, beispielsweise bei Grenzkontrollen, von den überprüfenden Beamten für die Authentifizierung benutzt werden kann. Daneben befindet sich auf der Vorderseite noch das Lichtbild. Auf der Rückseite sind die Augenfarbe, die Körpergröße, das Ausgabedatum, die ausstellende Behörde und die Wohnanschrift eingetragen.

Neuer Personalausweis (nPA), Foto: Personalausweisportal

Neuer Personalausweis (nPA), Foto: Personalausweisportal

Die technischen Ausführungen des elektronischen Personalausweises

Was die elektronischen Merkmale betrifft, so hat der neue Personalausweis einen Mikroprozessor mit Random Access Memory (RAM), Read Only Memory (ROM) und Electrically Erasable PROMs (EEPROM). Außerdem ist der nPA-Ausweis mit einem NFC-Tag nach ISO 14443 ausgestattet, das per Funk arbeitet, aber nur geringere Lesereichweiten von einigen Zentimetern zulässt. Ausgelesen werden die Daten in einem NFC-Lesegerät, das direkt an Personal Computer angeschlossen werden kann. Der elektronische Teil kann zur Kommunikation der Daten benutzt werden, so beispielsweise zur Übertragung bei einer Personenüberprüfung, für die Authentifizierung und für die digitale Signatur im Internet, die als rechtsverbindliche Unterschrift dient.

Die sicherheitsrelevanten Merkmale des elektronischen Personalausweises

Kartenleser 
   für den elektronischen Personalausweis, Foto: Reiner SCT

Kartenleser für den elektronischen Personalausweis, Foto: Reiner SCT

Der elektronische Personalausweis hat viele sicherheitsrelevante Merkmale, wie die holographischen Darstellungen des Portraits und des Bundesadlers, kinematische Bewegungsstrukturen, Makro- und Mikroschriften, Prägungen, Wasserzeichen und einiges mehr. An biometrischen Daten enthält der elektronische Personalausweis Fingerabdrücke, die in digitaler Form gespeichert sind und bei der Fingerabdruckerkennung mittels Fingerabdruckscanner mit den gespeicherten Daten verglichen werden. Darüber hinaus hat arbeitet der ePA-Ausweis mit einem Authentifizierungsprotokoll, das einen Zugriffsschutz beim Auslesen der Daten bietet: das Extended Access Control (EAC), bei dem eine gegenseitige Authentifizierung zwischen elektronischem Personalausweis und Lesegeräte stattfindet. Bei der Übertragung der ePA-Daten findet vor der Übertragung ein Passwort-autorisierter Verbindungsaufbau statt, bevor die Daten verschlüsselt über die Ende-zu-Ende-Verbindung übertragen werden. Das Protokoll heißt Password Authenticated Connection Establishment (PACE).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Elektronischer Personalausweis - ePA
Englisch: electronic ID
Veröffentlicht: 05.11.2016
Wörter: 417
Tags: #Peronenschutz
Links: Authentifizierung, Biometrie, Daten, Digitale Signatur, EAC (extended access control)