ESB (Einseitenband)

Bei der Amplitudenmodulation eines Trägersignal mit einem Frequenzband bilden sich unterhalb und oberhalb der Trägerfrequenz zwei Seitenbänder aus, die beide den Informationsinhalt des Frequenzbandes haben: das untere Seitenband und das obere Seitenband. Beide Seitenbänder haben identische Informationsinhalte und die gleiche Bandbreite.


Hat beispielsweise das Trägersignal eine Frequenz von 1 MHz und wird mittels Amplitudenmodulation mit einem Frequenzband von 2 kHz bis 20 kHz moduliert, dann bilden sich folgende Seitenbänder aus: Das untere Seitenband, Lower Sideband (LSB), beginnt bei 980 kHz und endet bei 998 kHz und das obere Seitenband, das Upper Sideband (USB), das bei 1,002 MHz beginnt und bei 1,020 MHz endet. Zwischen beiden Seitenbändern liegt die Trägerfrequenz.

Prinzip der Einseitenbandmodulation

Prinzip der Einseitenbandmodulation

Um die begrenzten Frequenz-Ressourcen nicht unnötig zu nutzen, selektiert man eine der beiden Frequenzbänder über einen Filter. Es bleibt also nur ein Seitenband übrig. Dieses Verfahren heißt Einseitenbandmodulation. Die vom Trägersignal benötigte Bandbreite entspricht der des Modulationssignals. Das Einseitenbandverfahren hat Vorteile bei der Frequenzökonomie, weil es nur die Hälfte der Bandbreite der Zweiseitenbandmodulation benötigt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Einseitenband - ESB
Englisch: single sideband - SSB
Veröffentlicht: 24.03.2011
Wörter: 176
Tags: #Modulationstechniken
Links: AM (amplitude modulation), Bandbreite, Filter, Frequenz, Frequenzband