Eigenrauschen

Rauschen entsteht überall dort, wo sich Elektronen unkoordiniert bewegen, also in allen Leitern, passiven und aktiven Bauelementen und elektronischen Schaltungen. Diese temperaturbedingten Elektronenbewegungen sind statistisch verteilt und bewirken das von allen Bauteilen selbst erzeugte Rauschen, das Eigenrauschen.

Das Eigenrauschen beeinträchtigt die Signalübertragung und darf den Signalpegel nicht überschreiten, da das Signal sonst im Rauschen untergeht und nicht mehr von diesem getrennt werden kann. Angegeben wird es in Dezibel (dB). Um das Verhältnis zwischen dem Signalpegel und dem Eigenrauschen exakt bestimmen zu können, wird das Eigenrauschen auf den Eingang oder den Ausgang von Verstärkern oder anderen Vierpolen bezogen und als äquivalentes Eingangsrauschen oder äquivalentes Ausgangsrauschen angegeben. Es ist besonders bei hochempfindlichen Signalverstärkern, bei HF-Verstärkern, Antennenverstärkern, Mischern, Operationsverstärkern, Mikrofon-Vorverstärkern und anderen Komponenten zu beachten.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Eigenrauschen
Englisch: inherent noise
Veröffentlicht: 26.10.2010
Wörter: 136
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Antennenverstärker, dB (decibel), ENI (equivalent noise input), HF-Verstärker, Leiter