ESP (electronic stability program)

Das elektronische Stabiltätsprogramm (ESP) gehört zu den Fahrerassistenzsystemen (DAS) und unterstützt den Fahrer in kritischen Fahrsituationen. ESP, ein Warenzeichen der Daimler AG, kontrolliert das Fahrzeugverhalten und greift in Ausnahmesituationen ein, so bei Schleudergefahr, der Gefahr des Umkippens, Übersteuern oder des Ausbrechens aus der Fahrspur.


Das ESP-System kontrolliert die so genannte Gierrate, das ist die Drehung um die Hochachse. Dazu vergleicht es das Fahrzeugverhalten mit der Fahrzeugsteuerung und regelt bei starken Abweichungen in Sekundenbruchteilen die Fahrzeugstabilität oder leitet dediziert Bremsvorgänge ein, indem es Räder einzeln oder gemeinsam bremst.

Das gesamte ESP-System ist ein Regelsystem, das über Sensoren Drehzahlen, Beschleunigungs- und Bremsmomente, Querbeschleunigungen, Lenkeinstellungen und einige Motordaten abfragt, und zwar 150mal in der Sekunde, diese Daten mit dem Fahrverhalten vergleicht und über Aktoren in den Bremsvorgang, sowie in die Motor- und Getriebesteuerung eingreift.

Durch das blitzschnelle Abbremsen von einzelnen Rädern oder Achsen, das Drosseln der Motorleistung oder die Steuerung der Traktionskontrolle sind die angesprochenen kritischen Fahrzeugsituationen beherrschbar.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Elektronisches Stabilitätsprogramm
Englisch: electronic stability program - ESP
Veröffentlicht: 15.01.2009
Wörter: 164
Tags: #Automotive-Sicherheit
Links: Access Governance, Aktor, Daten, Drossel, ESP (event stream processing)