ESM (embedded system module)

Die ESM-Technik (Embedded System Module) ist ein flexibler Standard für Aufsteckmodule für Industrie-Computer. Die ESM-Module tragen zur Kostensenkung bei, weil sich das komplette Embeded System mit Prozessor und Chipsatz, Speicher und Ein-/Ausgabe auf dem Modul befinden und über den PCI-Bus Erweiterungsmöglichkeiten bestehen.


Das Konzept des System-on-Module (SOM) verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich. Die ESM-Module können auf unterschiedlichen Trägerkarten - Europakarten oder individuellen Single-Board-Lösungen - realisiert werden, ebenso auf Windows- oder Linux-Plattformen. Die Spezifikationen für ESM-Module umfassen die mechanischen und elektrischen sowie die temperaturabhängigen Daten. Als CPU-Plattform werden die bekannten Prozessoren von Intel, AMD, IBM oder Hewlett Packard eingesetzt. Als Buskonzepte kommen der PCI- und der PCI-X-Bus zum Einsatz.

Embedded System Module (ESM), Foto: directindustry.de

Embedded System Module (ESM), Foto: directindustry.de

Funktional sind dem ESM-Board keine Grenzen gesetzt. Es reicht vom einfachen passiven Trägerboard bis hin zum komplexen Computermodul. Nur die mechanischen Spezifikationen, die Abmessungen und Systemstecker sind vereinheitlicht. Das ESM-Modulformat beträgt 71 mm x 149 mm, wobei die Boardtiefe, die Einstecktiefe einer Europakarte nutzt. An der Frontseite sind 63 mm für den E/A-Stecker reserviert, wobei diese nicht definiert sind. So kann ein ESM-Modul mit RJ45-Steckern oder mit Sub-D-Steckern bestückt sein. Die Systemverbindung erfolgt über den PCI-Bus.

Informationen zum Artikel
Deutsch: ESM-Modul
Englisch: embedded system module - ESM
Veröffentlicht: 15.11.2018
Wörter: 205
Tags: #Industrie-Computer
Links: Chipsatz, CoM (computer on module), Daten, Embedded System, Europakarte