EPA (electrostatic protected area)

Hochempfindliche elektronische Bauelemente, sogenannte Electrostatic Sensitive Devices (ESD), Baugruppen und Geräte können durch elektrostatische Entladungen (ESD) beschädigt und zerstört werden.


Aus diesem Grund muss sichergestellt sein, dass im Arbeitsbereich mit solchen sensiblen Komponenten keine elektrostatische Entladungen stattfinden. Entsprechend geschützte Arbeitsbereiche nennt man Electrostatic Protected Areas (EPA) oder Special Handling Areas (SHA). An diesen Arbeitsplätzen sind besondere Arbeits- und Schutzvorschriften zu beachten.

ESD-geschützter Arbeitsplatz

ESD-geschützter Arbeitsplatz

Das Problem tritt vorwiegend an Arbeitsplätzen in der Elektronik- und Halbleiterfertigung auf und wird durch diverse Einzelmaßnahmen gelöst, die einer elektrostatischen Entladung entgegenwirken. Entsprechende EPA-Arbeitsplätze sind mit ableitfähigen und geerdeten Tischbelägen, leitenden Bodenbelägen mit Erdpotentialbezugsflächen (ERP) und geerdeten Werkzeugen ausgestattet.

ESD-Handgelenkband, 
   Foto: asmetec-shop.de

ESD-Handgelenkband, Foto: asmetec-shop.de

Um elektrostatische Körperentladungen zu vermeiden sind selbst die Kleidung und die Schuhe der arbeitenden Personen aus antistatischem Material und die Personen selbst werden über ein antistatisches Handgelenkband oder über ein Erdungsband mit Erdpotential verbunden. Die Ableitwiderstände sind gering und alle Komponenten der elektrostatischen Schutzzone, die Arbeitsflächen, Bodenbeläge, Gehäuse, Geräte, Werkzeuge und Personen sind geerdet.

Die Industrie hat mit dem Human Body Model (HBM) ein Personenmodell entwickelt mit dem elektrostatische Entladungen über Personen simuliert werden können.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: electrostatic protected area - EPA
Veröffentlicht: 02.09.2014
Wörter: 206
Tags: #Elektromagnetische Verträglichkeit
Links: Ableitwiderstand, Antistatisches Handgelenkband, Antistatisches Material, Area, Erdpotentialbezugsfläche