EMVA 1288

Die European Machine Vision Association (EMVA) hat mit dem Standard 1288 ein Instrumentarium für die objektive Bewertung von Bildsensoren entwickelt. Ziel dieses Standards ist es, die Vielfältigkeit in den Bewertungsmöglichkeiten von Bildsensoren einzuschränken und objektive Vergleiche zwischen den verschiedenen CCD- und CMOS-Sensoren zu ermöglichen. Der EMVA-Standard 1288 ermöglicht eine objektive, anwendungsbezogene Auswahl der Bildsensoren.


Das grundlegende Konzept des 1288-Standards berücksichtigt, dass es sich um einen offenen, von Jedermann nutzbaren Standard handelt, in denen lediglich die Messverfahren, nicht die Messgeräte festgelegt sind. 1288 zielt ausschließlich auf die optischen Eigenschaften des Bildsensors, nicht auf die Optik, das Kameragehäuse oder die beleuchtungstechnischen Aspekte. Dazu wurde ein universelles, lineares Kameramodell entwickelt, mit dem die wichtigsten Bildsensor-Parameter bestimmt werden können.

Bei den Messungen selbst geht es um Bestrahlungsstärken in Abhängigkeit von der Helligkeit, die der Bildsensor als Elektronenstrom generiert, um die Linearität der Abhängigkeiten zwischen Bestrahlung und Dunkelströmen und um Verstärkungsfaktoren. Gemessen werden das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR), die Empfindlichkeit und die Inhomogenitäten der Bildsensoren.

Informationen zum Artikel
Deutsch: EMVA 1288
Englisch: 1288
Veröffentlicht: 30.10.2011
Wörter: 173
Tags: #Digitalkameras
Links: Aspekt, Bestrahlungsstärke, Bildsensor, CMOS-Sensor, Empfindlichkeit