EMS (energy management system)

Ein Energy Management System (EMS) ist ein Computersystem zur Erfassung der Energieströme in einem Stromverteilungsnetz. EMS-Systeme werden von Energieversorgern und -Disponenten für die Echtzeitüberwachung und Steuerung von Smart Grids und anderen Stromverteilungsnetzen benutzt. Sie steuern komplette Energieversorgungsnetze von der Energieerzeugung über die -übertragung und Energiespeicherung bis hin zum Endverbraucher und verbessern die Energieeffizienz. Sie sorgen für Netzstabilität und gleichen temporäre Überlast aus.


In Stromverteilungsnetzen gibt es zahllose Komponenten, die Daten an die Energiemanagementsysteme übermitteln. Diese Daten werden in Steuerungsalgorithmen umgesetzt, optimieren und steuern die Stromverteilung. Zu den Komponenten gehören verbraucherseitig Smart Meter (SM) mit dem Automated Meter Management (AMM), DMS-Systeme und das Lastmanagement. Weitere Daten kommen von den Energiespeichern und den diversen energieerzeugenden Systemen und Anlagen. Entsprechende Überwachungs-, Steuerungs- und Optimierungsfunktionen sind bekannt als Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA) und werden daher auch als SCADA/ EMS bezeichnet.

Zur Sicherstellung der Interoperabilität wurden Energiemanagementsysteme in DIN EN ISO 50001 definiert. Außerdem haben sich die einige EMS-Hersteller für das Betriebssystem OpenVMS oder Unix entschieden. Es gibt auch einige Windows-basierte Lösungen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Energiemanagementsystem - EnMS
Englisch: energy management system - EMS
Veröffentlicht: 11.08.2016
Wörter: 178
Tags: #Smart Grid
Links: AMM (automated meter management), BS (Betriebssystem), Daten, DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.), DMS (distribution management system)