EIA/TIA 568

Die Dachverbände Electronics Industry Association (EIA) und Telecommunications Industry Association (TIA) haben bereits 1985 für die USA mit den Standardisierungs-Aktivitäten für eine universelle Gebäudeverkabelung begonnen. Im Juli 1991 wurden die Arbeiten unter dem Titel »Commercial Building Telecommunications Wiring Standard« EIA/ TIA 568 veröffentlicht und bildete den ersten Standard für die strukturierte Verkabelung von Gebäuden mit Daten- und Telekommunikationsdiensten.


Nach der Überarbeitung des Standards im Jahre 1993, wurde die neue Version ANSI/TIA/EIA 568A im Oktober 1995 in Verbindung mit seinen Ergänzungen TSB-36 (1991), TSB-40 (1992), TSB-53 (1995) und TSB-67(1995) die Basis für die Gebäudeverkabelung in Nordamerika. Der Standard EIA/TIA 568A weicht teilweise gravierend von den Standards ISO/IEC 11801 und EN 50173 ab.

Die strukturierte Verkabelung unter EIA/TIA 568A.

Strukturierte Verkabelung nach EIA/TIA 568

Strukturierte Verkabelung nach EIA/TIA 568

EIA/TIA 568A strukturiert die Verkabelung in die Bereiche, die für große Unternehmen relevant sind: Nämlich den Campus, also den Primärbereich, das Gebäude, den Sekundärbereich, und die Etage, den Tertiärbereich. Der EIA/TIA-Standard gibt für jeden einzelnen Bereich Längenrestriktionen vor, ebenso die zu schaffende Topologie und Empfehlungen für die zu verlegenden Kabeltypen.

Entsprechend den Bereichen heißen die zu realisierenden Verkabelungen Geländeverkabelung, Gebäudeverkabelung und Etagenverkabelung. Der Geltungsbereich des Standards endet an der Telekommunikationsanschlussdose.

In der ersten Version des EIA/TIA-Standards 568 wurden für die Gebäude- und Etagenverkabelung folgende Kabelarten vorgeschlagen: 62,5/125 µm Gradientenfaser, 50-Ohm-Koaxialkabel, 150-Ohm-STP- und 100-Ohm-UTP-Kabel. Der Standard kennt kein geschirmtes 100-Ohm-Kabel. Die TP-Kabel sind in fünf Kategorien unterteilt; drei sind für Datenübertragungsanwendungen, zwei für analoge und digitale Telefonkommunikation. Der Standard sieht vor, dass es grundsätzlich zu jedem Arbeitsplatz zwei kupferbasierte Informationswege geben muss: einen für das Telefon, den anderen für die Datenübertragung.

Die Übertragungsparameter der symmetrischen Kabel sind in fünf Kategorien definiert, wobei die Kabelspezifikationen mit steigender Kategorie besser werden. So ist ein Kabel der Kategorie 1, ein Billigkabel für analoge Sprachübertragung und Übertragung mit Bitraten von wesentlich weniger als 1 Mbit/s. Ein Kategorie-2-Kabel für Übertragungen von Bitraten bis 4 Mbit/s, ein Kabel der Kategorie 3 für Übertragungen von Bitraten bis 10 Mbit/s, für Bitraten bis 20 Mbit/s ist das Kabel der Kategorie 4 und ein Kategorie-5-Kabel reicht bis 100 MHz.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 568
Englisch: EIA/TIA 568
Veröffentlicht: 09.11.2013
Wörter: 374
Tags: #Verkabelungsstrukturen
Links: 50173, Analog, ANSI (American national standards institute), Bitrate, Cat (category)