E-Pass

Seit Oktober 2005 wird in Deutschland der elektronische Reisepass (ePass) anstelle des herkömmlichen Reisepasses ausgegeben. Das Erscheinungsbild entspricht dem des bisherigen maschinenlesbaren Passes, bis auf ein äußeres Symbol, das ihn als elektronischen Pass kenntlich macht.


Der wesentliche Unterschied besteht in einer dünnen Folie mit RFID-Tag und Antenne, die in den Passumschlag eingearbeitet ist. Der RFID-Chip ist ein Mikroprozessor mit kryptographischem Coprozessor und einem Speicher von 72 KB. Die auf dem Chip gespeicherten Daten sind in ihrer Struktur von der Luftfahrtbehörde ICAO, einer Unterorganisation der Uno, standardisiert. Die ICAO hat 16 Datengruppen festgelegt, von denen die ersten drei für den deutschen ePass benutzt werden. Die erste Datengruppe ist auch im maschinenlesbaren Pass enthalten und umfasst als MRZ-Zeile, Machine Readable Zone (MRZ), den Namen, das Geschlecht und das Geburtsdatum, darüber hinaus gehören zu den weiteren Datengruppen das Gesichtsbild mit den biometrischen Daten und der Fingerabdruck.

Aufbau des elektronischen 
   Passes, E-Pass, mit RFID-Tag. Foto: Bundespressestelle

Aufbau des elektronischen Passes, E-Pass, mit RFID-Tag. Foto: Bundespressestelle

Die personenbezogenen Daten sind durch eine digitale Signatur mit zwei Schlüsseln verschlüsselt. Damit die Daten nicht unbeabsichtigt ausgelesen werden können, hat der E-Pass einen zweistufigen Zugriffsschutz, bei dem das Lesegerät über die maschinenlesbaren Daten (MRZ) einen geheimen Zugriffsschlüssel errechnet, der zur Authentifizierung gegenüber dem RFID-Tag dient. Auch die Funkübertragung zwischen Lesegerät und RFID-Tag ist Dreifach-DES (3DES) verschlüsselt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: E-Pass
Englisch: electronic passport - ePass
Veröffentlicht: 01.10.2017
Wörter: 223
Tags: #Peronenschutz
Links: 3DES (triple DES), Antenne, Authentifizierung, Biometrie, Chip