Dynamisches Binden

In statisch getypten Sprachen ist eine Variable an einen Typ gebunden und dadurch sind der Typ des zugewiesenen Objektes und der Speicherbereich festgelegt.


Um polymorphe Variablen zu realisieren, muss auf jeden Fall der Speicherbereich von der Variablen getrennt werden. Hierzu bieten Programmiersprachen Zeigertypen an: eine Variable nimmt jetzt nur einen Hinweis auf ein Objekt - also auf dessen Speicherbereich - auf. Wird an das durch die Variable so referenzierte Objekt eine Nachricht gesendet, werden zur Laufzeit - wie in dynamisch getypten Sprachen - Typinformationen vom Wert der Variablen eingeholt und die passende Methode aufgerufen. Deswegen nennt man diese Methodik auch dynamisches Binden einer Methode an eine Nachricht. Bei deren Anwendung ist der Aspekt der Effizienz zu berücksichtigen.

Im Gegensatz zum dynamischen Binden steht das statische Binden. Unter statischem Binden versteht man die Verknüpfung einer Nachricht mit der auszuführenden Methode zur Übersetzungszeit. Beim Aufruf einer Methode über eine Objektreferenz wird zur Übersetzungszeit die referenzierte Klasse und damit die auszuführende Methode bestimmt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dynamisches Binden
Englisch:
Veröffentlicht: 06.12.2009
Wörter: 165
Tags: #Entwicklung, Codierung
Links: Aspekt, join, Klasse, Laufzeit, MSG (message)