Dreheisenmesswerk

Das Prinzip des Dreheisenmesswerks beruht auf der ferromagnetischen Kraftwirkung. Im Inneren einer Spule befinden sich ein festes und ein bewegliches Eisenplättchen.


Beim Dreheisenmesswerk werden bei Anlegen des Messstroms die im Innern der Spule befindlichen Eisenplättchen in gleicher Richtung magnetisiert und stoßen sich ab. Die Richtung der Kraft und somit die Richtung des Drehmomentes ist unabhängig von der Richtung des Stromes. Aus diesem Grund sind Dreheiseninstrumente für die Messung von Gleichstrom und Wechselstrom bis ca. 300 Hz geeignet. Bei beliebiger Signalform wird der Effektivwert angezeigt, weil das Drehmoment vom Quadrat des Messstromes abhängt. Dreheisenmesswerke werden im Gegensatz zu Drehspulinstrumenten kaum noch in Multimetern oder anderen analogen Messinstrumenten eingesetzt und wurden weitgehend von Digitalmessgeräten abgelöst.

Aufbau 
   eines Dreheisenmesswerks

Aufbau eines Dreheisenmesswerks

Dreheiseninstrumente zeichnen sich durch einen robusten Aufbau aus, sie eignen sich gleichermaßen für die Messung von Gleich- und Wechselspannung, haben einen direkten Anschluss an den Strom- und Spannungswandler und sind relativ unempfindlich gegenüber kurzzeitige Überlastung.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dreheisenmesswerk
Englisch: moving iron instrument
Veröffentlicht: 12.06.2018
Wörter: 159
Tags: #Messgeräte und Testgeräte
Links: Analog, Anschluss, Effektivwert, Gleichstrom, Hertz