Drahtwiderstand

Der Drahtwiderstand ist eine Widerstandsbauform, die aus einem Isolierkörper mit einlagiger Wicklung eines Widerstandsdrahtes besteht. Daneben gibt es auch Bauformen ohne Isolierkörper. Als Widerstandsdraht werden Materialien mit hohem spezifischem Widerstand wie Chrom-Nickel, Manganin und Konstantan verwendet.


Drahtwiderstände zeichnen sich durch eine hohe Belastbarkeit, hohe Konstanz sowie geringes Rauschen aus und sind temperaturstabil. Sie sind allerdings frequenzabhängig weil der gewickelte Widerstandsdraht bei höheren Frequenzen eine störende Induktivität bildet. Eine bifilare Wicklung verringert die Induktivität wesentlich. Drahtwiderstände werden wegen der hohen Belastbarkeit häufig als Leistungswiderstände im niederohmigen Bereich unter 100 Ohm und in Präzisionsanwendungen eingesetzt. Es gibt sie mit Widerstandswerten von bis zu 10 kilo-Ohm, und mit Leistungswerten von einigen Watt bis zu mehreren hundert Kilowatt.

Drahtwiderstand mit Anzapfung, Foto: Oppermann-Electronic

Drahtwiderstand mit Anzapfung, Foto: Oppermann-Electronic

Drahtwiderstände können bei hohen Temperaturen von bis zu 800 °C eingesetzt werden und zeichnen sich durch eine hohe Verlustleitung aus. Sie sind langzeit- und temperaturstabil. Wichtige Kennwerte für Drahtwiderstände sind der Temperaturkoeffizient, der bei Drahtwiderständen bei etwa 3 ppm/°C liegt, die Stabilität des Widerstandswertes liegt nach 2.000 Stunden bei 0,05 % und die Festigkeit gegen elektrostatische Entladungen (ESD) bei 5.000 V.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Drahtwiderstand
Englisch: wire-wound resistor
Veröffentlicht: 12.02.2014
Wörter: 193
Tags: #Passive Bauelemente
Links: Belastbarkeit, ESD (electrostatic discharge), Frequenz, Induktivität, Leistungswiderstand