Dithering

  1. Dithering ist eine Technik, bei der die Helligkeit und der Farbeindruck durch Rastertechniken emuliert werden. Die Dithering-Technik, die in Farbdruckern und in Displays mit TN-Technologie mit Frame Rate Control (FRC) eingesetzt wird, nutzt die begrenzte Auflösung des menschlichen Auges, das einzelne, eng beieinander liegende Helligkeits- oder Farbpunkte zu einem Mittelwert integriert. Beim Dithering entsteht der kontinuierliche Farbeindruck dadurch, dass ein Grau- oder Farbwert in ein kleines Raster von Bildpunkten unterteilt wird. Je feiner das Raster ist, desto detaillierter sind die Farbunterschiede.


    Besteht ein solches Raster aus 2 x 2 Bildpunkten, dann können fünf verschiedene Helligkeitsstufen gedruckt werden, bei einer 3 x 3-Matrix sind es zehn. Werden in einer solchen 3x3-Matrix drei Bildpunkte in Cyan und drei in Magenta gedruckt, integriert das Auge dieses Farbgemisch zum Farbeindruck blau. Bei diesem Verfahren der subtraktiven Farbmischung bleibt die Größe der vom Drucker erzeugten Punkte immer gleich. Anders ist es beim Halbtonverfahren.

    Beispiele für 
   das Dithering mit einer 2x2-Graumatrix und einer 3x3-Farbmatrix

    Beispiele für das Dithering mit einer 2x2-Graumatrix und einer 3x3-Farbmatrix

    Die nachbildbare Farbpalette hängt von der Farbmischung und dem verwendeten Farbmodell ab, wobei Farbdrucker mit dem CMYK-Farbmodell arbeiten. Gleiches gilt für Schwarz-Weiß-Darstellungen, bei denen die Graustufung durch eine geringere oder höhere Anzahl an schwarzen Bildpunkten erzielt wird.

  2. In der Videotechnik ist Dithering ein Verfahren, welches ähnlich wie in der Drucktechnik aus einem begrenzten Vorrat an Werten durch eine örtlich und zeitlich verteilte Mischung von Farbpunkten des eingeschränkten Vorrats ( z.B. 6 Bit) eine feine farbliche Mischung von Bildteilen ermöglicht. Ein Nachteil ergibt sich durch die begrenzte Auflösung des Bildes (Resolution) und bei zeitlichem Dithern durch das Auftreten eine Farbrauschens. Bei genügend großem Betrachtungsabstand (Auflösungsgrenze des Auges) treten diese Effekte jedoch nicht in Erscheinung.

  3. Der Begriff Dithering wird auch in der Akustik benutzt. Es handelt sich dabei um ein Verfahren des Noise-Shapings mit dem Quantisierungsfehler bei der Digitalisierung von Tonsignalen reduziert werden. Technisch betrachtet werden die geringwertigsten Bits (LSB) des digitalisierten Audiosignals mit einer hohen Frequenz geändert, wodurch ein Rauscheffekt erzeugt wird. Das für das Dithering benutzte Signal ist ein Dreiecksignal oder es hat eine Gaußsche Verteilung.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dithering
Englisch: dithering
Veröffentlicht: 23.01.2019
Wörter: 350
Tags: #Grafik-Grundlagen
Links: Akustik, Auflösung, Betrachtungsabstand, Bildschirm, Blau