Differenzielle Manchester-Codierung

Die differenzielle Manchester-Codierung, Differential Manchester Encoding (DME) oder auch Conditioonal Diphase (CDP) bezeichnet, wird u.a. in Token-Ring-Netzen und bei 10-Gigabit-Ethernet (10GbE) genutzt und ist unter IEEE 802.5 spezifiziert.

Bei der differenziellen Manchester-Codierung wechselt der Zustand jeweils in der Bitmitte. Die Übergangsrichtung wechselt immer bei einer logischen "1", und zwar von Hi nach Low. Bei einer logischen "0" entspricht die Pegeländerung der des Taktsignals. Die differenzielle Manchester-Codierung ergibt sich aus einer XOR-Verknüpfung von Taktsignal und einem NRZ-I-codiertem Signal, Non Return to Zero Inverted (NRZ-I).

Die differentielle Manchester-Codierung

Die differentielle Manchester-Codierung

In 10GbE arbeitet die DME-Codierung während des Autonegotiation mit 312,5 MBaud, bzw. einer Taktzeit von 6,4 ns. Der Codierzustand ändert sich jeweils in der Mitte von einer Bitzelle mit einem 1-Zustand. Entspricht die Bitzelle einer "0", dann findet bei der in 10-gigabit-Ethernet benutzten differenzielle Manchester-Codierung kein Pegelwechsel statt, die "0" wird durch einen logischen Hi-Pegel repräsentiert. DME-codierte Signale haben einen ausgeglichenen Gleichspannungspegel.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Differenzielle Manchester-Codierung
Englisch: differential manchester encoding - DME
Veröffentlicht: 09.02.2014
Wörter: 147
Tags: #Codierung
Links: 10-Gigabit-Ethernet, ANP (autonegotiation protocol), Bitzelle, IEEE 802.5, Manchester-Codierung