Dx-P (Datex-P)

Bei Datex-P handelte es sich um ein öffentliches Datenpaketnetz mit Datenpaketvermittlung, das von der Deutschen Telekom betrieben wurde. Die Datenpaketvermittlug von Datex-P arbeitete mit Paketen fester Länge und lange Informationen mussten ihrer Länge entsprechend auf mehrere Einzelpakete verteilt werden. Jedes Paket besteht aus einem Adressteil und einem Datenteil.


Die physikalischen Leitungen konnten durch zeitliche Verschachtelung der Datenpakete mehrfach genutzt werden ( Multiplexverfahren). Datex-P bot Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 300 bit/s und 1.920 kbit/s, wobei pro Anschluss bis zu 255 logische Kanäle gebildet werden konnten. Neben X.25 unterstützte Datex-P X.28 SNA-Architektur und Frame Relay. Die festen oder gewählten Verbindungen wurden nur logisch durchgeschaltet, es bestanden Durchwahlmöglichkeiten bei Hauptanschlüssen mit Subadressen. Darüber hinaus konnten über Datex-P geschlossene Benutzergruppen gebildet werden.

Datex-P bot feste und gewählte virtuelle Verbindungen ebenso wie die Anschlussmöglichkeit über Satellit. Zugänge aus anderen Netzen waren von ISDN aus möglich, ebenso vom analogen Fernsprechnetz und vom Mobilfunknetz.

Datex-P-Netz 
   mit Anschlussmöglichkeiten

Datex-P-Netz mit Anschlussmöglichkeiten

Die Telekom stellte Anwender-spezifische Anschlüsse zur Verfügung, die sie auch entsprechend bezeichnete. So gab es den Datex-P-User-Anschluss, den Anschluss für Offices, für die SNA-Architektur, Remote Access und einen Anschluss Datex-P-Global X.25. Der Datex-P-User-Anschluss arbeitete mit 9,6 kbit/s synchron über X.25 und asynchron über X.28. Der Office-Anschluss mit den Schnittstellen X.20 und X.21 arbeitete mit 19,2 kbit/s, synchron mit dem X.25-Protokoll.

Der Datex-P-Host-Anschluss zeichnete sich durch seine hohe Übertragungsrate aus. Diese betrug 64 kbit/s, sie konnte aber um ein N-faches erhöht werden. Die maximale Geschwindigkeit betrug 1,92 Mbit/s. Der Host-Anschluss arbeitete ebenfalls synchron mit dem X.25-Protokoll.

Mit dem Zugang Datex-P-Remote -Access bestand die Möglichkeit sich aus dem analogen Fernsprechnetz oder aus ISDN heraus über einen Knoten in das Datex-P-Netz einzuwählen. Der Zugang zu Telefonanschlüssen hatte im Duplex-Betrieb mit Synchron-Übertragung eine Übertragungsgeschwindigkeit von 14,4 kbit/s, bei asynchroner Übertragung war die Geschwindigkeit doppelt so hoch, also 28,8 kbit/s.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Datex-P - Dx-P
Englisch: datex packet switching network
Veröffentlicht: 09.04.2019
Wörter: 317
Tags: #Offene Netze
Links: Analog, Anschluss, Asynchron, bit/s (Bit pro Sekunde), Datenpaket