Daisy-Chaining

Daisy-Chaining nennt man das Hintereinanderschalten mehrerer Peripheriegeräte an einer Datenleitung in Form einer Kette, sodass der Ausgang eines Gerätes mit dem Eingang des nächsten Gerätes verbunden ist. Das hat den Vorteil der Kostenersparnis. Außerdem wird eine Vielzahl von Steckern an einem Gerät dann auf mehrere verteilt. Der Nachteil einer solchen Verkettung besteht allerdings darin, dass beim Ausfall eines Gerätes meist auch alle dahinter liegenden Geräte funktionsuntüchtig werden.


In abstrahierter Auffassung wird der Begriff Daisy-Chaining auch benutzt für Steuerungstechniken zur Auswahl eines Sendeberechtigten aus einer Menge von Stationen, die gleichzeitig Zugriff auf ein wechselseitig angeschlossenes benutzbares Übertragungssystem - wie einen internen Rechnerbus oder ein Bus-CAN - haben können.

Topologie 
   der Daisy Chain

Topologie der Daisy Chain

Eine Station, die das Signal erhält, wird dadurch z.B. zum so genannten Bus-Master und darf einen Nachrichtentransfer initiieren. Hat diese Station nichts zu senden, gibt sie das Recht sofort weiter. Daisy-Chaining basiert auf der physischen Anordnung der Stationen, im Gegensatz zu Token-Passing-Verfahren, die strukturell äquivalent sind, aber von der physischen Anordnung unabhängig gemacht werden können. Der Vorteil von Daisy Chaining ist die leichte Implementierbarkeit, Nachteile sind die Einführung eines starren Prioritätenschemas, Verzögerungen durch die Auswahlsignale, Verletzbarkeit, Unfairness, Möglichkeit der Monopolisierung durch einen Benutzer.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Daisy-Chaining
Englisch: daisy chaining
Veröffentlicht: 02.01.2004
Wörter: 213
Tags: #Offene Netze
Links: Peripheriegerät, Signal, Stecker, Übertragungssystem, user